Projektbeschreibung 2007

Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern

Projektträger: Evangelisches Bezirkskonsistorium A. B. in Hermannstadt
RO – 550182 Sibiu / Hermannstadt, Piata Huet Nr. 4
Tel. / Fax: 0040 – 269 – 210533

Koordination: Diakonin Petra Stöckmann – Kothen,
Initiatorin des Projektes

1. Ziel des Projektes

Alten und kranken Menschen, deren Renten nicht ausreichen, im Winter mit Hilfe von Geldspenden ermöglichen, ihre Wohnnebenkosten, wie Gas oder Holz, Strom und Wasser zu bezahlen. Ebenso eine finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten und eine Grippeschutzimpfung im Herbst.

2. Situationsbeschreibung

Eine Angleichung der Renten an die tatsächlichen Kosten erfolgte in den vergangenen Jahren in Rumänien nicht. Während die Kosten für Gas und Strom pro Jahr jeweils um 70 bis 100 % angehoben wurden, wurden die Renten nur jeweils zum Quartal um 3 – 5 % erhöht. Mit der Erhöhung der Energiekosten ist immer auch eine Preissteigerung bei Lebensmitteln einhergegangen.
Ein Sozialnetz, wie man es in westeuropäischen Ländern kennt, gibt es in Rumänien nicht.

Die Winterhilfe versucht die Not der Rentner ein wenig zu lindern, in dem wir im Winter monatlich eine feste Summe an diese Menschengruppe auszahlen.

3. Verteilungssystem

Seit vielen Jahren gibt es im Kirchenbezirk eine Gruppe Frauen, die in den Dörfern und Städten alte und schwache Menschen betreuen. Diese Helferinnen kennen die Situationen ihrer zu betreuenden Menschen gut und können darum gut abschätzen, wer im Winter mit der eigenen Rente auskommt und wem wir helfen müssen. Regelmäßige Treffen ermöglichen schnelle Hilfe.
Gemeinsam planen wir in jedem Spätsommer, wie hoch die Hilfe sein sollte und wie vielen Menschen diese Hilfe gegeben werden sollte.
Neben den evangelischen Gemeindegliedern, die uns natürlich in erster Linie am Herzen liegen, werden auch die Nachbarn immer mit bedacht.

4. Winterhilfe seit 1999

Nachdem in den ersten Jahren etwa 10 bis 20 Personen auf unserer Liste standen, stieg die Zahl in den vergangenen Jahren stetig an.
Die Höhe der monatlichen Hilfe betrug in den ersten Jahren ungefähr 10, — DM.

In vergangenen Wintern standen auf unserer Liste zwischen 65 und 73 Personen, dann wurden es sogar 95 Personen. Monat für Monat machten die Helferinnen weitere Personen ausfindig, die finanziell nicht zu recht kamen. Im vergangenen Winter waren es dann ab Februar 110 Personen. Wir haben in den beiden vergangenen Wintern eine monatliche Hilfe von 100 Lei ausgezahlt, was ca. 28,– € aus machte.
Mindestens 80% der Empfänger sind Frauen. Frauen haben fast immer eine geringere Rente, aber eine höhere Lebenserwartung. So erhalten viele der Frauen, viele von ihnen an die 90 Jahre alt, eine Rente von ca. 60 Lei.

5. Aussichten für diesen Winter

Im Zuge des Wunsches, bis 2007 in die EU aufgenommen zu werden, hatte man hier im Land begonnen, viele Preise an die EU anzupassen. So wurde innerhalb des vergangenen Jahres der Preis für Energie noch einmal gründlich angehoben, für Oktober wurde eine weitere Erhöhung beim Erdgas und in den vergangenen Tagen beim Benzin angekündigt. Wir können also davon ausgehen, dass wir in diesem Winter wieder weitere Rentnerinnen und Rentner auf unsere Liste aufnehmen werden. Im November stehen 110 Personen auf unserer Liste, wir haben wieder eine Unterstützung von 100 Lei / Person / Monat geplant, was ca. 30,- € entspricht.

6. Möglichkeit der Unterstützung

Dankenswerterweise wurde uns von der Evangelischen Kirchengemeinde in Obertshausen – Hausen ein Konto zur Verfügung gestellt, auf dem wir Ihre Spenden sammeln können. Und wenn Sie mithelfen möchten, dass wir dieses Projekt auch in Zukunft fortführen können, dann spenden Sie auf folgendem Konto:
Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen,
Bank: Volksbank Maingau e. G.
Konto – Nr. 14230 BLZ: 505 613 15
Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Sie bekommen eine Spendenquittung. Adresse bitte deutlich angeben!


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