Saison 13/14

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

es ist wieder an der Zeit, Sie über die neue Saison der Winterhilfe zu informieren. Die erste Gabe haben wir schon ausgezahlt, aber wir dürfen auch wieder sehr dankbar sein, dass der Herbst von den Temperaturen bisher noch gnädig war. Dankbar sind wir besonders auch dafür, dass Ihr uns auch über den Sommer versorgt habt – wir dürfen ganz zuversichtlich diese neue Saison starten, weil viele Spenden eingegangen sind und wir für diese ersten Monate ausreichend Mittel zur Verfügung haben.
Nun aber zu den aktuellen Zahlen: zunächst waren100 Personen auf der Liste, inzwischen sind es nur noch 98 (Einzug ins Altenheim, Todesfall) und wir sind bei der Summe von 100 Lei pro Person geblieben. Dazu kommen die üblichen ca. 500 Euro für die Medikamentenhilfe.
Für die November – Gabe habe ich 2.800 € getauscht zu einem Kurs von 4, 36 Lei / €. Es war einwenig mehr, das wurde dann aber bei der Medikamentenhilfe mit aufgebraucht. In diesem Bereich kann man die benötigte Menge nach wie vor nur abschätzen, denn unsere Helferinnen bemühen sich zwar sehr, hier auch aus anderen Quellen zu schöpfen, was aber nicht immer möglich ist. Dazu später mehr.

Leider kann ich immer noch von keinerlei Verbesserungen berichten. Die Energiepreise werden weiter angehoben – in jedem Jahr mindestens um 10 %, was natürlich eine kontinuierliche Teuerung allgemein nach sich zieht.
Was aber besonders erschreckend ist, sind die Preissteigerungen bei Lebensmittel. So konnten wir im August in der ADZ (Allgemeine deutsche Zeitung in Rumänien) einen interessanten Artikel über die Verteuerung der Grundnahrungsmittel innerhalb der letzten fünf Jahre lesen. Den Artikel werde ich auch auf unserer Homepage veröffentlichen, auf der Seite der ADZ ist er am 30. August 2013 veröffentlicht. Die höchste Teuerung war bei den Kartoffeln zu verzeichnen, von 2008 bis jetzt ist der Preis im Landesdurchschnitt um +112% gestiegen. Kartoffeln sind gesund und machen satt, bald wird es aber ein Luxusartikel. Beim Brot wurde jetzt die Mehrwertsteuer gesenkt, damit es günstiger wird, leider habe ich über den Brotpreis keinen Vergleich gefunden.
Die meisten Löhne und Renten sind im gleichen Zeitraum höchstens um einige Prozent gestiegen, viele haben sich gar nicht verändert. Auch die staatlichen Zuschüsse für die Heizkosten bei den Rentnern sind nicht den tatsächlichen Verteuerungen angepasst worden, trotzdem sind die, die in dieses Programm hineingenommen sind, natürlich dankbar, dass es wenigstens diese Unterstützung gibt.
Wie ihr sehen könnt, werden unsere Empfänger der Winterhilfe auch in diesem Winter auf unsere Unterstützung warten, weil sie das Geld wirklich dringend benötigen.

Immer wieder werden wir dazu gebeten, in Krankheitsfällen zu helfen. Es geht längst nicht mehr nur darum, Medikamente mitzufinanzieren, sondern auch nötige Behandlungen und Operationen zu bezahlen. Besonders alles rund um die Sehkraft scheint nicht mehr zur Grundversorgung für die Menschen zu zählen, dabei ist es doch wirklich ganz wichtig, das man sehen kann. Die gesamte Zahnbehandlung ist ja schon länger aus den Krankenkassenfonds herausgenommen worden, aber inzwischen werden auch nur noch wenige Untersuchungen und Behandlungen an den Augen finanziert, nötige Operationen müssen fast immer selbst bezahlt werden.
In der nächsten Zeit werden wir eine Helferin unterstützen müssen, die sich einer Augenbehandlung unterziehen muss. Es können da gut und gerne 1800 Lei Kosten für die Operation entstehen, dazu kommen dann Medikamente und Untersuchungen, die zu zahlen sind. Weder ein normales Gehalt noch eine Rente kann solch eine Summe aufbringen, von daher denke ich, müssen wir unsere Helferin unterstützen und ihr soviel als möglich von diesen Kosten erstatten.

Zum Schluss noch etwas zu unseren Briefen. Es ist mir eine Freude, Euch auf diesem Wege immer die wichtigsten Informationen über unser Projekt mitteilen zu können und besonders freue ich mich über die, die diese Briefe dann auch noch weiter geben. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle allen, die aktive Boten für unser Projekt sind!
Gerne dürft Ihr auch die anderen Informationen auf unserer Homepage, um Reklame für unser Projekt zu machen, weiterverwenden.
Eine Frage noch an alle, die diesen Brief per Post bekommen hat: wenn Ihr eine e-mail Adresse habt, teilt sie mir doch bitte mit, damit sparen wir vor allem Papier und Zeit, aber auch Briefmarken. Scheut Euch aber auch nicht, wenn Ihr kein Interesse mehr an diesen Briefen haben, weil Ihr anderweitig engagieren seit, mir dieses mitzuteilen.
Vielen herzlichen Dank auch für die Mitarbeit an diesem Punkt.

Noch einmal vielen herzlichen Dank für die vielfältige Unterstützung unseres Projektes. Möge unser Vater im Himmel Euch das alles reichlich vergelten und Euch so reich segnen, wie Eure Unterstützung für uns immer wieder zum Segen wird!
Euch und Euren Familien wünschen wir – die Mitarbeiter im Diakonieausschuss, die Helferinnen und besonders auch die Empfänger der Winterhilfe – eine gesegnete Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest. Dazu Gottes reichen Segen für 2014!

Mit freundlichen Grüßen – im Namen des gesamten Diakonieausschusses
Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes


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