Sozialhilfe

„România libera“ v. 16.07.2009

S. 11 Rumänien: Sozialschutz für Inhaber von Geländewagen: die soziale Entwicklung nach der
Wende 1989: vor 1989: Renten stellten 80 % des letzten Gehalts dar, es gab keine Arbeitslosigkeit,
Vagabondage wurde strafrechtlich belangt, Mütter mit vielen Kindern erhielten Sonderzuschlag in
Höhe von mehreren Monatsgehältern: Beispiel: Mutter mit vier Kinder: 2.000,-Lei Zuschlag im
Monat, Mütter mit über 10 Kinder: 5.000,-Lei, Monatsgehälter der Arbeiter waren zwischen 1.500 –
1.800,-Lei; Paradox nach der Wende: Zahl der Armen ist jährlich zurückgegangen, aber Anzahl der
Sozialschutzempfänger ist jährlich gestiegen: 2008: 11 Mio. Rumänen erhielten sozialen Schutz
vom rumänischen Staat; Präsident Basescu erklärte öffentlich, soziale Gelder werden vergeudet:
Hilfe für Heizung auch für Inhaber von Geländewagen, längsten und gut bezahlte
Mutterschutzzeiten europaweit; nicht-Regierungs-Organisationen forderten Überprüfung der
staatlichen Ausgaben und Änderung der Gesetzgebung

Meine Meinung:
Änderung der Gesetzgebung – wegen mir, aber vor allem eine andere Einstellung der Beamten zu den Antragstellern und eine Überprüfung der Bedingungen, um an das Geld zu kommen. Dass nun auf die gezeigt wird, die sich auskennen und die Bedingungen erfüllen, um an das Geld zu kommen, hilft den Bedürftigen überhaupt nicht. Denn, mit anderen Worten, wir sollten auch Heizungszuschlag beantragen 🙂 wir erfüllen viele der Bedingungen und können es uns auch leisten, täglich anzustehen, um den Antrag abzugeben. Um die Gelder zu bekommen, muss man lange anstehen, viele Zettel ausfüllen und das alles mindestens drei mal pro Monat – weil jedes mal was anders noch zu fehlen schein… die zuständigen Sachbearbeiter übersehen so was nicht beim ersten Mal. Wen wundert es, wenn die wirklich bedürftigen es nicht machen? Dazu die Vorgaben, die können nur Menschen wie wir erfüllen – sprich, eigenes Haus oder offiziellen Mietvertrag…
Aber wenn sich nun der Herr Basescu selber einschaltet, dann kann es ja nur besser werden 🙂

Eine „interessante“ Nachricht für die Zukunft der Menschen im Land…

Zeitungsnachrichten


Eine "interessante" Nachricht für die Zukunft der Menschen im Land…

„România libera“ v. 24.06.2009
S. 9 Ohne radikale Kürzung der öffentlichen Kosten wird es dem rumänischen Staat in Kürze
unmöglich sein, die Rechnung für den sozialen Bereich zu begleichen: die jetzige Prognose sieht
einen Defizit des rumänischen Rentensystems von 8,-Milliarden Lei/1,5 % des BIP im Jahr 2009
vor; infolge des Anstiegs der Arbeitslosigkeit ist die Anzahl der Arbeitnehmer unterhalb der Anzahl
der Rentner; Fachleute überlegen Anhebung einiger Steuern

… hauptsache, es kommt nicht zu Rentenkürzungen, nachdem wir uns über die besseren Aussichten gefreut hatten.

Danke 06.09

Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern
www.winterhilfe.info

Projektträger: Evangelisches Bezirkskonsistorium A. B. Hermannstadt
RO – 550182 Sibiu / Hermannstadt, Piata Huet Nr. 4
Tel. / Fax: 0040 – 269 – 210533
Koordination: Pfarrer R. Boltres, Diakonieausschuss
Diakonin Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Hermannstadt im Juni 2009

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

auch in diesem Winter durften wir mit Ihrer Hilfe eine Saison der Winterhilfe abschließen und vielen Rentnerinnen und Rentnern eine Unterstützung für die Wohnnebenkosten geben.
Wieder darf ich Ihnen von der großen Dankbarkeit berichten, von der Freude und Erleichterung, die Sie diesen Menschen gemacht haben und Ihnen die besten Grüße und Wünsche weiterleiten.
Wie im Herbst mitgeteilt, begannen wir mit 109 Personen, erstmals kamen im Laufe des Winters keine weiteren dazu, sondern eine Person konnte sogar gestrichen werden. Das liegt natürlich vor allem daran, dass, wie ich Ihnen im November berichtete, die Renten wirklich angehoben wurden. Wir dürfen Gott danken, dass endlich die Not der Rentner auch auf diesem Wege ein wenig gemildert wurde und endlich die vielen Arbeitsjahre anerkannt und gewürdigt werden. Trotzdem bleibt die Winterhilfe ein nötiges Projekt, denn gibt es noch immer über 100 Personen, die diese Unterstützung nötig haben. Sei es, weil die Rente zwar angehoben, aber immer noch weit unter dem benötigten liegt oder sei es, weil aus vielfältigen Gründen gar keine Rente gezahlt wird. Die Sozialhilfe wurde nämlich nicht verändert. Wenn man allerdings die Zeitung aufmerksam liest, muss man auch dafür beten, dass die Rente auch weiterhin ausgezahlt wird, viele andere Zahlungen werden eingefroren oder gar ganz gestrichen.

So ergibt sich ein weiteres Feld, welches verstärkte Unterstützung bedarf, nämlich die der gesamten Gesundheitsvorsorge. Ein neues Gesetz besagt, dass jeder Arztbesuch vom Patienten mit einer festen Summe bezahlt werden muss (hört sich ähnlich an, wie die Praxisgebühr in Deutschland). Dazu trägt die Krankenkasse kaum noch Behandlungskosten, selbst die früher üblichen Beihilfen für Medikamente werden nur noch spärlich geleistet.
Wir werden über den Sommer wohl vermehrte Anfragen bekommen, finanziell bei der Beschaffung von Medikamenten und sonstigen Ausgaben für Behandlungen mitzuhelfen. Im Mai und Juni brauchten wir dafür schon jeweils ca. 300 Euro, wir rechnen mit steigender Tendenz.

Vielen herzlichen Dank, dass Sie uns auch für diese Unterstützung Geld in ausreichender Höhe zur Verfügung stellen. Wir dürfen uns zuversichtlich jeder Not entgegenstellen, weil wir mit Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender zuverlässige Partner haben, die uns nun schon über so viele Jahre die Treue gehalten haben. Gott segne Sie reichlich dafür. Wir können Gott nicht genug danken, dass er immer wieder Menschen bereit macht, dieses Projekt zu unterstützen und uns damit immer genug Mittel gibt, den Rentnerinnen und Rentner des Evangelischen Kirchenbezirkes Hermannstadt ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen.

Im Herbst werde ich Ihnen dann berichten, wie sich die Lage entwickelt hat, wie hoch die Unterstützung über den Sommer war und wie unsere Rentnerinnen und Rentner mit der neuen Situation im Gesundheitswesen zurecht gekommen sind. Es wurde angekündigt, dass die Energiepreise in nächster Zeit nicht angehoben würden, Erdgas soll sogar billiger werden. Ob es sich wirklich einmal einpendelt und sich das Verhältnis zwischen Rente und Energiekosten normalisiert? Wir werden sehen und ich werde es Ihnen berichten!
Ganz herzlich danken wir auch für alle Nachfragen, Anmerkungen und Anregungen. Bitte fragen Sie auch weiterhin nach, wenn manches ungenau rüber gekommen ist. Auch wieder geht die Bitte an Sie, wenn Sie jemanden kennen, der auch gespendet hat, aber keinen Brief erhalten hat, schicken Sie uns die Adresse. Sollten die Spendenbescheinigungen nicht richtig ankommen, wenden Sie sich an die Stelle, über die Sie uns das Geld haben zukommen lassen – Adressen s. u. – damit auch dort alles richtig und gut für Sie gemacht werden kann.

Wundern Sie sich nicht darüber, dass auf den Spendenbescheinigungen die Winterhilfe und / oder Rumänien nicht vorkommt. So, wie Sie sie erhalten, akzeptiert das deutsche Finanzamt es dafür und Sie können die Spende von Ihren Steuern absetzen. Darum haben wir uns ja die deutschen Partner gesucht, um Ihnen die besten Bedingungen zu schaffen. Alles wird ehrenamtlich gemacht, von den Spenden geht also nichts in Verwaltung. Wir sind sehr dankbar für diese ehrenamtliche Hilfe aus Mönchengladbach und Obertshausen.

Wieder bekamen wir auch Grüße von den Empfängern, die ich gerne an Sie weitergebe:

Liebe Spender, einen recht herzlichen Gruß von den Alten und Leidenden Leuten, die so sehr alleine sind. Und einen großen Dank für die gute Hilfe, die Sie für uns bereit haben. Leider sind so weinige, die Zeit haben, uns zu besuchen. Noch einen recht sehr schönen Dank und alles Gute und die Gesundheit allen Spendern! Mergeln und Schönberg

An die lieben Spender! Wir möchten Ihnen vielmals Danken für Eure Liebe, die sie an uns alten Leuten bewiesen haben. Der Herr möge es Euch reichlich belohnen und vielfältig zurückgeben. Des Herrn Segen mit Euch allen. Thalheim bis Burgberg

Es danken allen herzlich aus Großau für die Winterhilfe, die uns sehr geholfen hat, im Namen aller Empfänger: Anna Z.

Möchte mich auf diesem Wege vielmals bedanken für Ihre großzügige Hilfe. Ihre schöne Spende kommt uns sehr zu Hilfe, da mein Mann eine sehr kleine Rente hat und ich noch nicht für das Rentengesetz bin, also noch immer Hausfrau. Nochmals vielen Dank und möge Gott Ihnen Gesundheit und Zufriedenheit geben. Maria M. Reußmarkt

Herzlichen Dank für die Winterspenden, an alle Menschen, die ein gutes Herz haben, und auch uns in der Not helfen. Ich freue mich sehr und wünsche Ihnen die beste Gesundheit, alles nur Gute, einen schönen Frühling. Nochmals vielen Dank und viele liebe Grüße. Sofia B.

Im Namen aller Empfänger und Mitarbeiter des Diakonieausschusses verbleibe ich in großer Dankbarkeit und mit den besten Wünschen für Sie,
mit freundlichen Grüßen
Ihre
Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes
PS: Wir überarbeiten gerade die neue Homepage, schauen Sie mal rein!

Spenden über: Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen, Stiftung Lebenswerte
Bank: Volksbank Maingau e. G. Konto – Nr. 97390 BLZ: 505 613 15 Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Post: z. Hd. Roland Brosio, Mühlstr. 24, 63179 Obertshausen
Oder: Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V. Siebenbürgenhilfe, Bank: Stadtsparkasse Mönchengladbach
Konto – Nr. 213 934 BLZ: 310 500 00 Stichwort: Winterhilfe, Hermannstadt
Post: z. Hd. Ilse Harff, Kapuzinerstr. 44, 41061 Mönchengladbach

Bittschreiben Oktober 2003

Liebe Spenderinnen, lieber Spender,

heute wenden wir uns wieder an Sie, um Ihnen die neuen Zahlen für unser Projekt Winterhilfe mitzuteilen.
Im Oktober hatten wir 67 Personen auf unserer Liste und wir haben pro Person 700.000 Lei ausgezahlt. Das entsprach pro Person 18,28 €, also 1.224,76 € zusammen. Außerdem haben wir noch 150,– € für Grippeschutzimpfungen ausgegeben.

Für November fanden sich schon bis heute weitere Personen, so dass wir mit mindestens 70 Personen rechnen werden. Die Summe von 700.000 Lei pro Person wird beibehalten. Da der Wechselkurs nur geringfügig steigt, rechnen wir mit einer benötigten Summe von mindestens 1.260,– € für den Monat November.

Dank Ihrer Spenden, auch über den Sommer hinweg, haben wir das nötige Geld für November hier schon vorliegen. Aber der Winter beginnt dann ja erst richtig und wir würden uns freuen, wenn die Spenden so weit reichen, dass wir bis April monatlich die Winterhilfe auszahlen könnten.
Wir müssen aber auch damit rechnen, dass im Laufe des Winters weitere Personen unsere Winterhilfe benötigen. Vielleicht wird es sogar nötig, die Höhe der Unterstützung anzuheben.
700.000 Lei ist eine große Summe, wenn man manche Renten anschaut, die bei 800.000 Lei monatlich liegen (Landwirtschaft). Im Blick auf manche Heizkostenrechnungen von über 3.000.000 Lei in den Wintermonaten, ist es nur ein Zeichen. Aber es ist ein Hoffungszeichen für die Empfänger, welches ihnen zeigt, dass sie in ihrer Not nicht alleine gelassen werden.

Dieses Hoffnungszeichen verdanken wir Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, und so wie unsere Empfänger daraus Hoffnung schöpfen, so auch wir. Wir hoffen, dass Sie uns auch weiterhin bei dem Projekt Winterhilfe unterstützen! Unser Vater im Himmel wird es Ihnen reichlich vergelten!
Wir schließen diesen Brief mit den Worten des Apostel Paulus:
Ein jeder gebe, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. (2. Korinther 9,7)

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie,
verbleiben wir Ihre
Dechant Pfr. Dietrich Galter
Carmen Rucareanu, Diakoniereferentin
Petra Stöckmann – Kothen, Diakonin, Koordinatorin der Winterhilfe

Bittschreiben Herbst 2005

Hermannstadt, im November 2005
Liebe Spenderinnen und Spender,
es ist an der Zeit, euch die frischen Daten der Winterhilfesaison 2005 / 2006 mitzuteilen.
Zunächst einmal danke ich im Namen der Empfänger ganz herzlich für die Unterstützung, die wir jetzt schon seit vielen Jahren durch euch bekommen. Habt vielen Dank für die kleinen und großen, regelmäßigen und unregelmäßigen Spenden, mit denen Ihr unser Projekt „Win-terhilfe“ unterstützt. Ihr helft damit vielen Rentnerinnen und Rentnern, dass sie getrost wieder einen Winter überleben können und wissen: Wenn die Not auch groß ist, sie sind nicht allein, ihnen wird geholfen!

Leider ist nach wie vor keine wirkliche Verbesserung der Lebensbedingungen für die Rentne-rinnen und Rentner in diesem Land in Sicht, so dass wir dankbar sind, dass Ihr uns auch über den vergangenen Sommer noch Gelder habt zukommen lassen, so dass wir nun getrost die nächste Saison beginnen konnten und darauf vertrauen, dass wir auch in diesem Winter vielen alten Menschen helfen können.
Der Sommer war kalt und nass in diesem Jahr, Ihr habt sicher auch von den vielen Über-schwemmungen hierzulande gehört. Gott hat uns dafür einen goldenen Herbst geschenkt, so-dass wir alle noch Sonne auftanken können, ehe die kalte Jahreszeit beginnt. Dafür sind wir alle sehr dankbar. Denn gleichzeitig wissen wir, dass wir in diesem Winter wieder mit einer Steigerung der Wohnnebenkosten um mindestens einem Drittel im Vergleich zum letzten Jahr rechnen müssen. Alles wie gehabt, möchte ich sagen, denn genauso sind auch alle anderen Preise angehoben worden, immer noch ist die wirkliche Angleichung der Renten nicht einmal im Ansatz geschehen oder gibt es regelmäßig gesicherte staatliche Unterstützungen für Men-schen in Not. Leider kann ich Euch immer noch nichts anderes schreiben, als das die Not steigt, die Liste der Bedürftigen länger wird und die Unterstützung höher ausfallen sollte als im vergangenen Jahr.
Wir sind unendlich dankbar, dass wir in euch Freunde und Helfer gefunden haben, die sich immer wieder daran beteiligen, hier Not zu lindern – obwohl das Leben in eurem Umfeld auch nicht leichter geworden ist! Gott segne euch dafür!

Nachdem es uns nicht geglückt ist, bereits im September eine grobe Planung für diese Saison zu machen, haben wir uns dazu entschlossen, im Oktober eine vorläufige Liste während der Sitzung der Helferinnen zusammen zustellen. Wir haben dann das vorhandene Geld, welches in rumänischer Währung auf dem Konto des Bezirkskonsistoriums für die Winterhilfe lag, auf diese Bedürftigen aufgeteilt.
Das Ergebnis war folgendes: 91 Personen wurden von den Helferinnen genannt, die wir in diesem Winter unterstützen sollten. Da wir knapp über 91.000.000 Lei hatten, bekam jede Person 1.000.000 Lei, das entsprach ca. 28,- €.
Es war leider auch im Oktober nicht allen Helferinnen möglich, zur Sitzung nach Hermann-stadt zu kommen. Inzwischen wurden darum weitere Personen auf die Liste gesetzt, im No-vember brauchten 99 Personen eine Unterstützung. Wir haben also ca. 2.780,- € benötigt, um diese Summe auszuzahlen. Dazu haben wir für die Helferinnen eine Grippeschutzimpfung angeboten und auch für die Personen, die von ihnen betreut werden, eine Impfung vorbereitet, die von den Ärzten im Team verabreicht wird.
Zum Glück stieg der Eurokurs hierzulande wieder ein wenig an, wenn gleich er aber noch lange nicht den Stand vom vergangenen Oktober erreicht hat.

Ich freue mich immer, wenn ich von euch Anregungen und konkrete Nachfragen bekomme, um euch dann gezielt zu informieren. Wenn man – wie ich – lange in diesem Land lebt, sieht man sicher einiges mit anderen Augen, setzt dies oder das voraus, was Ihr gar nicht wissen könnt. Ein Anregung habe ich gerne aufgegriffen und versucht umzusetzen:
Hier darum ein paar Zahlen. Ich habe für euch einmal umgerechnet, wie viel einiges, was man so täglich zum Leben braucht, kostet, damit Ihr einwenig mehr die hiesige Alltagssituation erspüren und vergleichen könnt:
Winterhilfe pro Monat 28,- €
Rentendurchschnitt in der Stadt (Arbeiter) 45,- € (ca. 1/3 der Empfänger)
Rentendurchschnitt auf dem Land (Landwirtschaft) 20,- €
Energiekosten
1 Klafter Holz 100,00 €
Gas (1 m³) 0,22 €
Strom (1 kWh) 0,12 €
Wasser (1 m³ mit Abwasser) 0,63 €
Für den Vergleich: Während der ersten Winterhilfesaison 1999 / 2000 kostete ein m³ Gas
0,09 DM. Ähnlich ist das Verhältnis auch beim Strom und Holz, mir lagen nur keine Zahlen mehr vor. Wer nicht mit Holz heizt, hat Gasanschluss, Heizöl gibt es hier so nicht.
Wasser und Abwasser fällt auf dem Land meist weg, weil die Menschen dort noch ihre eige-nen Brunnen und Sickergruben haben.
Lebensmittel, ermittelt in Hermannstadt auf dem Land
1,5 kg Brot 0,90 € 0,95 €
1 kg Mehl 0,45 € 0,70 €
1 kg Zucker 0,63 € 0,77 €
1 l Öl 0,70 € 1,20 €
1 kg Schweinefleisch 3,45 € 4,30 €
1 kg Kartoffeln 0,23 € 0,28 €
(in diesem Jahr kaum eigene Kartoffelernte bei den Betroffenen auf dem Land)
Ihr seht also, dass es bei der Unterstützung durch die Winterhilfe wirklich um Hilfe für das einfache Überleben geht, die Rentnerinnen und Rentner haben dadurch keinen Extraluxus, sondern nur eine bessere Überlebenschance.

Im Namen aller Empfänger und Verteiler – denn es tut auch den Helferinnen gut, dass sie konkret helfen können – danke ich für euer Verständnis für die Lage hier, für eure großzügige Unterstützung und bitte unseren Vater im Himmel, dass er euch dafür segnet und eure Töpfe und Krüge nie versiegen lässt (1. Könige 17, 14) und verbleibe mit den besten Wünschen für die bevorstehende Adventszeit, ein fröhliches Weihnachtsfest und Gottes Geleit für 2006
Eure
Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Dankschreiben Juni 2005

Hermannstadt, im Juli 2005

Liebe Freunde und Spender,

bitte endschuldigen Sie, dass ich mich sehr lange nicht gemeldet habe. Zwei Begründungen möchte ich Ihnen dafür geben, um damit um Ihr Verständnis zu werben:

In diesem Winter war ich alleine für die Organisation und Verteilung der Winterhilfe zuständig, es ist leider noch keine Nachfolgerin / kein Nachfolger auf die Stelle der / des Diakoniereferentin / Diakoniereferent gefunden worden. Da mein eigentlicher Arbeitsauftrag aber nicht die Diakoniearbeit im Kirchenbezirk Hermannstadt ist, kann ich die damit verbundenen Aufgaben zeitlich nicht immer so schaffen, wie es wünschenswert wäre.

Eine zweite Begründung liegt an der leider immer noch wachsenden Not hier im Land. Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr die Winterhilfe nicht mit einer Ostergabe abgeschlossen, sondern stattdessen auch im Mai noch einmal eine monatliche Summe ausgezahlt und ich wollte einem Brief an Sie erst zum Abschluss der Winterhilfe 2004 / 2005 schreiben.

Ein Grund der wachsenden Not ist, dass die Energiekosten ab April um weitere 35 % angehoben wurden. Des Weiteren wurden im März etliche Steuern erhöht, die zusätzlich für Preissteigerungen sorgten. Früher waren die Begründungen für Preissteigerungen im Energiesektor immer der steigende Valutakurs. Seit letztem Herbst sinkt dieser Kurs, die Preise wurden natürlich nicht wieder gesenkt, dafür wurde uns als Begründung für die Steuererhöhung das Sinken des Valutakurses (Euro und Dollar) angegeben.
Für die Winterhilfe bedeutete dieser sinkende Valutakurs dazu noch, dass wir mehr Euro brauchten, ohne mehr auszahlen zu können. Von knapp über 40.000 Lei / Euro im Oktober steht der Kurs inzwischen unter 36.000 Lei / Euro. Bei einem Bedarf von über 67.000.000 Lei, die wir im Monat brauchten, spielt es dann doch eine nicht geringe Rolle. Aber dank Ihrer großzügigen Unterstützung konnten wir diesen Verlust noch gut auffangen!
Ab 1. Juli stand nun eine weitere Teuerung im Energiesektor an, die bei den Nebenkosten für die Wohnungen mindestens weitere 15% beträgt. Diese Teuerungen lösen natürlich weitere Kettenreaktionen aus, die sich besonders auch auf die lebensnotwendigen Grundprodukte auswirken wird. Es ist damit zu rechnen, dass diese Zeitbombe im Winter explodiert!

Dass das Gesundheitssystem marode ist, auch wenn es in der Theorie wohl von europäischen Experten gelobt wird, weiß man hier inzwischen. Jetzt kam es zu einem besondern Knall: Die Krankenhäuser wurden mehrere Wochen nicht mehr mit Medikamenten, Pflegematerialien und sonstigen Utensilien beliefert, weil sie zu hohe Schulden hatten, zur gleichen Zeit gab es auch keine vergünstigten Medikamente mehr in den Apotheken, weil die Krankenkasse diese nicht gezahlt hatte.
Inzwischen wurde hier wieder eine relative Normalität hergestellt, es wurde weitere Gelder zur Verfügung gestellt, aber die vergünstigten Medikamente werden nach wie vor nicht in dem Maße ausgegeben, wie sie benötigt würden. Seit diesem Frühjahr gibt es nämlich zusätzlich eine finanzielle Grenze, mehr als für 1.000.000 Lei im Monat kann pro Person nichts vergünstigt abgegeben werden. Blutdruckpräparate z. B. für einen Monat übersteigen diese Summe, ein Päckchen mit 30 Tabletten kosten an die 2.000.000 Lei. Die Folge ist, dass viele chronisch Kranke sich ihre benötigten Medikamente nicht mehr leisten können.

Die Rentenangleichung wird, wie nun schon seit geraumer Zeit, weiter betrieben, aber immer noch steht diese Angleichung in keinem Verhältnis zu den steigenden Preisen. Es wird keineswegs an den Preissteigerungen angepasst, sondern lediglich einige Prozente angehoben.

Sie sehen also, dass unser Projekt Winterhilfe nach wie vor wichtig und bitter nötig ist. Wir starteten im Oktober mit 80 Personen und hatten ab März dann 97 Personen auf unserer Liste. Es ist keineswegs abzusehen, wie viele Personen im nächsten Winter noch dazu kommen werden.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin bei den evangelischen Rentnerinnen und Rentner, weil sie fast alle ohne Familie überleben müssen. Nachbarn helfen bei vielen Aufgaben, aber die Rechnungen zahlt ein Nachbar ja nicht aus seiner Tasche.
Bei der Unterstützung für die Beschaffung von Medikamenten helfen wir natürlich einem breiteren Kreis, vor allem auch Familien und vielen jüngeren und chronisch Kranken.

Von den Empfängern der Winterhilfe darf ich Ihnen herzliche Grüße ausrichten, sie sagen alle „Vielen Dank und vergelt’s Gott“. Wenn die Unterstützung auch nicht riesig erscheint, so zeigt die Winterhilfe den betroffenen Menschen doch vor allem, dass sie in ihrer Not nicht alleine gelassen werden. Immer noch übersteigt die Winterhilfe bei etlichen Empfängern die Rente, so können Sie sich vorstellen, wie die Versorgung hier aussieht und nachvollziehen, dass es etlichen Empfängern peinlich wäre, wenn wir eine höhere regelmäßige Summe im Monat auszahlen würden.

Am zweiten Dienstag im September, also am 13. 9., werden wir im Helferinnenkreis des Bezirkskonsistorium wieder beraten, wie hoch im kommenden Winter die Winterhilfe sein soll und für Oktober eine Liste der Personen aufstellen, die von uns unterstützt werden müssen. Ich bin aber davon überzeugt, im Laufe des Winters wird sich diese Liste verändern.
Nach meiner heutigen Einschätzung werden wir wohl auch im nächsten Winter monatlich mindestens 2000 € benötigen, um die Winterhilfe auszahlen zu können. Dank Ihrer großen Unterstützung darf ich aber getrost dem nächsten Winter entgegen sehen, das Geld für die ersten Monate liegt bereits hier! Vielen herzlichen Dank!

Darf ich Sie noch einmal daran erinnern, dass wir von der Evangelischen Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen einem anderen Konto zugeteilt wurden, die Nummer finden Sie wie immer unten!

In herzlicher Verbundenheit und großer Dankbarkeit grüße ich Sie, auch im Namen der Mitarbeiter des Kirchenbezirkes Hermannstadt und des Dechanten, ganz herzlich und wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer!
Ihre
Petra Stöckmann – Kothen, Diakonin
Initiatorin der Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt

Dankschreiben Sommer 2002

AKTION WINTERHILFE 2001 / 2002

Hermannstadt, im Sommer 2002
Liebe Spenderinnen und Spender,

herzlich danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung unserer Winterhilfe, die wir nun schon im dritten Winter, dank Ihrer Spenden, im Kirchenbezirk Hermannstadt leisten konnten.
Ostern lag in diesem Jahr sehr früh, so dass wir den Abschluss der Winterhilfe in diesem Jahr nicht als Ostergabe bezeichnen können, sie aber nichts desto trotz im April ausgezahlt haben.
Auch in diesem Jahr wurden die bedürftigen Gemeindeglieder innerhalb der Stadt und den zu uns gehörenden 56 Landgemeinden mit der Winterhilfe bedacht und auch in diesem Jahr schlossen wir die Winterhilfe mit einer größeren Gabe im Monat April ab.
Das Jahr 2001 hat der rumänischen Bevölkerung eine unheimliche Preissteigerung gebracht, die besonders durch ständig angehobene Energiekosten verursacht wurde. So betrug die Preissteigerung beim Erdgas über 100%, Strom lag nur knapp darunter. Logische Folge ist natürlich, dass auch die Lebensmittelpreise davon stark betroffen waren. Diese Preissteigerungen gingen im ersten Halbjahr 02 unverändert weiter.
Aus diesem Grunde waren im vergangenen Winter 50 Personen auf unserer Liste, die eine regelmäßige Unterstützung von umgerechnet ca. 10 Euro im Monat bekamen. Zusätzlich gaben wir für 10 Personen eine Unterstützung für den Brennholzkauf im Oktober. Auch eine Grippeschutzimpfung konnten wir wieder anbieten und beim Einkauf von Medikamenten mit unterschiedlichen Geldsummen helfen.
Für die Gabe zum Abschluss der Winterhilfe 01 / 02 gaben wir ca. 17 Euro pro Person. Damit bekamen die Empfänger ein kleines Polster, mit dem sie hoffentlich gut über den Sommer kommen können.

Unser Vater im Himmel hat uns in den vergangenen Wintern immer ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt und Ihnen, liebe Spender, unsere Winterhilfe ans Herz gelegt, so dass wir im Vertrauen auf diesen unseren Vater im Himmel auch für den kommenden Winter wieder die Bedürftigen im Bezirk Hermannstadt unterstützen werden.
So werden wir im kommenden Winter also wieder eine Winterhilfe anbieten, denn wie auch in den vergangenen Jahren geht die Preissteigerung weiter und die Rentenangleichung hinkt weit hinterher.
Wir gehen davon aus, dass wir ab Oktober sicherlich wieder mindestens 50 Personen haben werden, die wir unterstützen müssten und etwa 15 Euro pro Person und Monat ausgeben werden. Die Grippeschutzimpfungen und Brennholzeinkäufe möchten wir im kommenden Winter auch wieder ermöglichen, so wie Schwerkranken bei der Beschaffung von Medikamenten behilflich sein.

Als „Vitamine fürs Herz“ bezeichnen unsere Empfänger Ihre Spenden. Ein paar Worte dieser Menschen, die überaus dankbar für diese Hilfe sind:
„Liebe ist das einzige Taschentuch, dass die Tränen der Traurigen trocknet.“
„Ihre alten kranken Mütterchen aus Siebenbürgen / Hermannstadt bedanken sich recht schön für die Spende und jede küsst Dir Dein goldenes Herz. „Gott vergelt’s.“ Mit Liebe die alten Mütterchen.“
Am Ende dieses Briefes finden Sie noch die Zeilen einer älteren Dame aus einem Dorf ca. 20 km von Hermannstadt entfernt, ich habe es wörtlich abgeschrieben.
Vielen herzlichen Dank also besonders auch im Namen der Empfänger der Winterhilfe!
In der Hoffnung auch weiterhin mit Ihnen in Kontakt zu bleiben
verbleiben wir im Namen des gesamten Diakonieausschusses des Kirchenbezirkes Hermannstadt

mit den herzlichsten Grüßen
Ihre

Dechant Pfarrer Dietrich Galter
Diakoniereferentin Carmen Rucareanu
Diakonin Petra Stöckmann – Kothen

www.winterhilfe.das-gute-haus.de
E-Mail: winterhilfe@das-gute-haus.de

 

Sehr geehrte liebe Freunde,

ich bin Susanna Lösch, 92 Jahre, aus dem Dorf Rothberg, Kreis Hermannstadt.
Schreibe im Namen aller, Rothberg und Thalheim, um mich bei Ihnen zu bedanken für die großartige Hilfe, die Sie mit Ihren Spenden an uns getan, seit dem Herbst 2001 bis ins Frühjahr 2002.
Gott gebe Ihnen die beste Gesundheit und nur Gutes.
Sie haben mit dem geschenkten Geld das wir durch Frau Pfarrer Petra erhalten haben, nicht nur unsere alten schwachen Körper gewärmt, sondern auch unsere Seelen.
Der Winter war kalt und lang, unsere Renten klein, trotzdem wir ein Leben lang schwer auf dem Feld gearbeitet haben.
Rothberg und Thalheim waren einst schöne sächsische Dörfer. Durch Krieg und Auswanderung sind wir nur wenige geblieben.
Unser Dank geht auch an das Evangelische Bezirkskonsistorium A. B. Hermannstadt, die uns mit Lebensmittel und Kleidung, so wie auch mit Medikamenten helfen.

Herzliche Grüße und alles Liebe aus Rothberg und Thalheim

Susanna Lösch

Bittschreiben November 2008

Hermannstadt im November 2008

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

inzwischen ist der Winter wieder im Anmarsch, die Temperaturen sinken an und unter den Gefrierpunkt und wir haben die neue Saison der Winterhilfe begonnen.

Eine wichtige Veränderung möchte ich Ihnen gleich zu Beginn dieses Briefes mitteilen:
Die Kirchengemeinde Obertshausen, die uns nun schon seit vielen Jahren ihr Konto und die nötigen (ehrenamtlichen!) Mitarbeiter zur Verfügung stellt und damit Ihnen die Möglichkeit gibt, eine Spendenbescheinigung zu erhalten, hat eine Umstellung in der Kontoverwaltung vorgenommen. Darum gibt es eine neue Kontonummer für Ihre Spenden. Bitte beachten Sie diese neue Kontonummer, wenn Sie weiterhin über die Kirchengemeinde Obertshausen uns Ihre Spenden zukommen lassen möchten. Die Möglichkeit über die Siebenbürgenhilfe in Mönchengladbach zu spenden besteht selbstverständlich weiter wie gewohnt.
Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen, Stiftung Lebenswerte
Bank: Volksbank Maingau e. G. Konto – Nr. 97390 BLZ: 505 613 15
Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Danke schön, dass Sie diese Veränderung mitmachen! Dazu geht auch wieder die Bitte, dass Sie uns Ihre Adressen zukommen lassen, da die Banken diese nicht immer ganz angeben. Sollten also Spendenbescheinigungen Anfang des Jahres nicht ankommen, wenden Sie sich bitte an uns oder direkt an die Stelle, der Sie das Geld überwiesen haben.

Dank Ihrer Spenden dürfen wir getrost auch in diesem Jahr den Rentnerinnen und Rentner des Evangelischen Kirchenbezirkes diese Unterstützung anbieten. So starten wir diesen Winter zunächst mit 109 Personen diesen neuen Abschnitt des Projektes für 2008 / 2009.
Wir sind wirklich sehr, sehr dankbar, dass auch über den Sommer immer wieder Zeichen der Verbundenheit in Form von weiteren Spenden von Ihnen zu uns kamen, so dass wir großen Mut daraus schöpften und auch in diesem Winter eine Unterstützung in Höhe von 100 Lei pro Person (z. Zt. ca. 27,– €) anbieten.

Zu unser aller Freude wurden in diesem Jahr die Renten wirklich angepasst, so dass einige unserer früheren Empfänger nun hoffen, auch ohne unsere Unterstützung zurechtzukommen. Allerdings wurden auch die Energiepreise wieder kräftig angehoben, so dass es sich im laufe des Winters noch sehr verändern kann und einige in den kommenden Monaten doch noch mit der Bitte um Unterstützung an uns herantreten werden. Wir sind aber der getrosten Zuversicht, dass wir diesen Bitten dann auch nachkommen können und wir auch in diesem Winter die Unterstützung für jede bedürftige Rentnerin und jeden bedürftigen Rentner bis zum Mai auszahlen können.
Wir haben jetzt das Geld noch nicht zusammen, aber sicher lassen Sie uns auch in den nächsten Monaten nicht im Stich, damit wir das Motto unseres Projektes auch in der Saison 2008 / 2009 aufrecht erhalten können:
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern

Die Unterstützung für die Beschaffung von Medikamenten haben wir auch über den Sommer aufrechterhalten. Es brauchte pro Monat ca. 100 Euro, einige bekommen hier auch eine regelmäßige Unterstützung, weil sie regelmäßig teure Medikamente benötigen.
Die Grippeschutzimpfungen gab es in diesem Winter wieder für alle Rentner gratis bei den Hausärzten, so wurden aus unseren Spendenmitteln „nur“ die jüngeren Helferinnen mit einer Impfung versorgt.

Im Vertrauen darauf, dass unser Vater im Himmel Ihnen Ihre Spenden reichlich vergelten wird, verbleibe ich mit den besten Wünsche für Sie und der Hoffung, dass Sie uns treu bleiben – auch im Namen der Empfänger, Mitarbeiter des Diakonieausschusses und des Kirchenbezirkes Hermannstadt! Wir gehen mit diesem Projekt jetzt ins zehnte Jahr, leider ist es immer noch sehr nötig und wichtig. Viele von Ihnen unterstützen uns seit dem Beginn dieses Projektes, im Herbst 1999. Wir sind Ihnen für diese Treue unendlich dankbar und freuen uns sehr an Ihnen, als unsere Freunde und Partner!

So bleibt mir zum Schluss noch eines: Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest. Mögen Sie auch im kommenden Jahr gesegnet sein und es behütet erleben!

Mit freundlichen Grüßen
Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Bittschreiben November 2006

Hermannstadt im Dezember 2006

 

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

inzwischen haben wir die neue Saison unseres Projektes „Winterhilfe“ begonnen. Nach Absprache zwischen den Helferinnen, die die Gaben verteilen, unserem neuen Dechanten Dr. Stefan Cosoroaba und mir, haben wir in diesem Jahr die erste Auszahlung im November gemacht. Wir hatten einen schönen Herbst und die Temperaturen waren günstig, so dass die hohen Rechnungen erst jetzt zu erwarten sind.

Auf unserer Liste stehen in diesem Jahr 110 Personen. Es kann aber möglich sein, dass wir auch in dieser Saison, Anfang nächsten Jahres noch weitere Personen aufnehmen werden, je nach dem, wie auch die Temperaturen in diesem Winter werden. Wir können uns dabei aber ganz auf die Urteilskraft der Helferinnen vor Ort verlassen.

Dank Ihrer großen Unterstützung, die auch in der Sommerzeit nicht nachgelassen hat, können wir zuversichtlich sein, dass wir wieder bis einschließlich Mai die Winterhilfe auszahlen können! Vielleicht gelingt es uns ja auch wieder, wenn es nötig ist, auch noch Unterstützungen darüber hinaus zuleisten. Gerade denen, die regelmäßige Medikamente benötigen, konnten wir im vergangenen Sommer immer wieder helfen und die Kosten hierfür übernehmen.

Wir – alle Empfänger und auch die Verteiler – sind sehr dankbar, dass Sie uns die Treue gehalten haben und uns dabei unterstützen, dass wir unser Projekt auch in diesem Winter wieder weiter laufen lassen können.

Leider hat sich an der Situation in diesem Land noch nichts geändert, die Energiekosten wurden vor dem Jahreswechsel noch einmal angehoben, so dass damit auch noch eine Teuerungswelle über das Land rollt. Es ist sogar zu vermuten, dass es im nächsten Jahr dann alles noch teurer wird, wenn Rumänien EU – Mitglied ist. Es wäre schön, aber ich glaube es nicht, dass dann auch endlich die Renten diesem Niveau angeglichen werden.
Gleichzeitig verliert der Euro im Vergleich zum Lei weiter an Wert. Das ist logisch nicht nachzuvollziehen, wenn man die wirtschaftlichen Daten liest. Für unser Projekt bedeutet das leider, dass wir immer mehr Geld benötigen, um etwas helfen zu können.

 

Wir haben in diesem Jahr dieselbe Summe, 1.000.000 alte Lei = 100 neue Lei, als Unterstützung angesetzt, brauchen dafür aber inzwischen nicht wie im vergangenen Jahr 28,00 € sondern schon 30,00 € pro Person und Monat. Im Blick auf die Gasrechnungen würden wir mit der doppelten Summe, also 200 Lei, etwa so viel helfen, wie im vergangenen Winter. Wir sind bei der alten Summe geblieben, weil die Empfänger sich bei einer höheren Summe nicht gut fühlen würden – es übersteigt die meisten Renten dann immer noch um ein vielfaches. In besonderen Notfällen werden wir dann außerhalb der regelmäßigen Gaben helfend einspringen.

So sehen also unsere neuen Daten für diese Saison des Projektes „Winterhilfe“ aus:
110 Personen mit je 100 Lei entspricht 11.000 Lei (alte: 110.000.000 Lei) oder in Euro:
110 Personen mit je 30,00 € entspricht 3.300,00 € Pro Monat

Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass wir mit Ihrer Hilfe auch diesen Winter wieder vielen Rentnerinnen und Rentner ein Hoffnungszeichen geben können und ihnen helfen, so gut wie möglich über den Winter zu kommen.

Im Namen des Diakonieausschusses und der Empfänger der Winterhilfe verbleibe ich darum mit den besten Wünschen für Sie und wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest. Möge unser Vater im Himmel Sie auch im Jahr 2007 reichlich segnen und alles Gute, was Sie für uns getan haben und hoffentlich noch tun, vielfältig vergelten!

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Bittschreiben November 2004

Hermannstadt, im November 2004

Liebe Freunde und Spender,

es ist wieder an der Zeit, dass ich mich bei Ihnen melde, damit Sie wissen, wie es in diesem Winter mit unserem Projekt „Winterhilfe“ aussieht.

Zunächst gilt Ihnen unserer aller Dank für die Treue, mit der Sie unser Projekt unterstützen und begleiten. Bei jedem Treffen der Helferinnen im Bezirkskonsistorium lassen sie DANKE sagen von allen Empfängern der Winterhilfe.
Es ist auch in diesem Winter wieder nötig und wichtig, dass wir diese Gaben auszahlen können. Vielen Dank, mit Ihren Spenden können wir auch in diesem Winter allen bedürftigen Rentnerinnen und Rentnern eine Winterhilfe zukommen lassen.
Als wir im September die Liste erstellten, fanden sich 80 Personen, die wir unterstützen sollten. Inzwischen sind es 85 Personen.

Da es in diesem Herbst eine kleine Erleichterung gibt – es sind jetzt bald die Wahlen und darum hat die Regierung Gelder für die Subvention von Medikamenten für Rentner bewilligt – haben wir zunächst die gleiche Unterstützung vorgesehen, wie im vergangenen Jahr, also 700.000 Lei, d.h. aber immer noch ca. 18 € pro Person und Monat. Wir benötigen also monatlich ca. 1.500 €, um die Winterhilfe auszuzahlen. Allerdings ist es zur Zeit noch relativ warm, Gott sei es gedankt, dass wir noch keine Minustemperaturen und auch noch keinen Schnee haben. Spätestens im Januar werden wir wohl die Winterhilfe pro Person und Monat erhöhen.

Außerdem haben wir auch wieder eine Grippeschutzimpfung angeboten, besonders liegt es mir am Herzen, dass unsere Helferinnen eine Impfung bekommen, sie gehen ja tagtäglich in die Häuser der alten und schwachen Menschen, die sie in den Dörfern und Städten in und um Hermannstadt betreuen. Es ist darum für uns ein wichtiges Anliegen, dass diese Frauen alles bekommen, um selber gesund zu bleiben.

Über Sommer habe ich eine Statistik erstellt, um zu sehen, wie so das Verhältnis von: Frauen – Männer, Alter – Rente aussieht. Es sind eher erschreckende Daten zu Tage gekommen: die durchschnittliche Rente liegt bei 1.200.000 Lei, aber nur, weil einige Personen über 2.000.000 Lei Rente bekommen. Über 80 % der Empfänger sind Frauen, die zum größten Teil über 80 Jahre alt sind, dabei dann vielfach eine Rente unter dem Durchschnitt haben, also mit einer Rente auskommen müssen, die in etwa in der Höhe der Winterhilfe liegt. Die Personen in der Stadt haben zwar vielfach eine höhere Rente, weil sie in den Fabriken gearbeitet haben, da dort aber auch im Winter viel größere Rechnungen zu erwarten sind, fällt es eigentlich überhaupt nicht ins Gewicht.

Sie sehen, unsere Winterhilfe ist nach wie vor nötig und wichtig! Von Herzen danke ich Ihnen darum auch schon heute, dass Sie uns auch über den Sommer und bis jetzt nicht vergessen haben. Wir haben so viel Geld bekommen, dass wir im Dezember die Winterhilfe auszahlen können und auch für den Januar liegt schon Geld bereit, ja, wir können im Januar auch schon eine höhere Gabe auszahlen! Ich bin darum voller Zuversicht und Vertrauen, dass wir bis Ostern regelmäßig die Winterhilfe geben können und vielleicht wieder mit einer größeren Ostergabe abschließen können!
Unser Vater im Himmel vergelte es Ihnen reichlich und erhalte Ihnen diese gute Einstellung, uns und unsere Rentnerinnen und Rentner nicht zu vergessen!

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass die Kirchengemeinde Obertshausen, die nun schon seit vielen Jahren dankenswerterweise für uns die Spenden sammelt, eine neue Kontonummer für unsere Spenden hat, Sie finden diese im unteren Teil dieses Briefes. Leider ist es oft nicht leicht, die Adressen herauszubekommen, da die Banken hier gerne mit den Angaben sparen. Sollten Sie also von jemanden wissen, der keine Spendenbescheinigung erhalten hat, so teilen Sie uns doch bitte die Adresse mit. Danke für Ihr Verständnis!

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Adventszeit und ein fröhliches Weihnachtsfest! Bleiben Sie auch 2005 behütet und unter dem Schutz des Allmächtigen, unseres Vaters im Himmel!

Im Namen der Empfänger unserer Winterhilfe, des Diakonieausschusses und des Dechanten des Evangelischen Kirchenbezirkes Hermannstadt, grüße ich Sie ganz herzlich und verbleibe mit den besten Wünschen für Sie
Ihre

Petra Stöckmann – Kothen, Diakonin
Initiatorin der Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt