Bitschreiben Oktober 2007

Hermannstadt im Oktober 2007

 

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

wie in jedem Jahr vor Beginn der neuen „Saison“ unseres Projektes, erreicht Sie auch in diesem Jahr eine kleine Information über die aktuelle Lage der Rentnerinnen und Rentner unseres Kirchenbezirkes.

Zuerst möchte ich aber wieder meinen herzlichen Dank aussprechen an alle, die uns auch über die Sommermonate mit ihren Spenden gezeigt haben, dass unser Projekt weiter von euch unterstützt und getragen wird. Wir dürfen ganz getrost die neue Saison beginnen, denn dank eurer Unterstützung können wir die ersten Monate sicher die Winterhilfe auszahlen. Unser Vater im Himmel hat euch gebraucht, um uns Mut und Zuversicht zu schenken, auch für diesen Winter die Winterhilfe zu planen und den Empfängern diese frohe Botschaft mitzuteilen. Vielen herzlichen Dank dafür!

Es stand jetzt in der Zeitung, dass der Winter erst später kommen wird, im Dezember werden noch Plusgrade erwartet. Das ist für die Heizkosten eine gute Nachricht. Aber gleichzeitig erfuhren wir, dass ab 1. Oktober der Gaspreis wieder um 3,7 % ansteigt. Ob sich das etwas ausgleicht? Der Strompreis soll bis Jahresende nicht erhöht werden. Dafür wurde das Brot – eines der wichtigsten Nahrungsmittel der hiesigen Bevölkerung – kräftig teurer, wie auch andere Lebensmittel. Die Ernte sei in diesem Jahr wegen der Wetterbedingungen schlecht ausgefallen, heißt es. Aber es liegt auch an schlechtem Management in der Landwirtschaft. Die Teuerungen gehen also weiter und so ist es traurig aber wahr, wir müssen auch noch nach 8 Jahren den Rentnerinnen und Rentnern helfen, über den Winter zu kommen.

Nach ersten Absprachen werden wir bei der Summe von 100 Lei pro Monat und Empfänger bleiben. Das ist eigentlich von den Kosten her gesehen nicht genug, aber eine höhere Beihilfe würde viele unserer Empfänger beschämen, weil sie dann von uns soviel oder auch mehr erhielten, als sie Rente bekommen. Bei besonderen Notfällen können wir aber ja auch eine zusätzliche Beihilfe geben. So etwas kam auch in den vergangen Wintern mal vor.
Auf einer vorläufigen Liste haben wir nun wieder 110 Personen, wobei das der Stand von Mitte September war und wir hier bis Januar bestimmt weitere Rentnerinnen und Rentner aufnehmen werden.
Wir brauchen also für November, wenn die erste Gabe ausgezahlt wird, 11000 Lei, das entspricht zur Zeit ca. 3.270,- €. Aber freut euch mit uns, der Wert des Euro steigt wieder, zwar nur langsam, aber immerhin.
Für die Helferinnen werden wir auch wieder Grippeschutzimpfungen anbieten. Für die Rentnerinnen und Rentner wird diese vielleicht wieder staatlich unterstützt, sonst werden wir natürlich auch für sie eine Impfung anbieten.
Die Unterstützung beim Ankauf von Medikamenten werden wir wie gewohnt beibehalten. Über den Sommer beliefen sich diese Kosten pro Monat um die 100 Lei.
Es ist traurig, dass wir auch noch nach 8 Jahren diese Projekt brauchen, aber durch Sie kann ich unseren Helferinnen wieder sagen: Schaut genau hin, wie kommen die Rentnerinnen und Rentner zurecht, wie können sie über den Winter kommen.

Wie im Frühjahrsbrief angekündigt, starte ich im November eine Infotour durch Deutschland, um von der Winterhilfe und dem Leben hier in Siebenbürgen zu berichten. Die meisten Daten stehen nun fest und ich lade alle Interessierten herzlich dazu ein, wenn ich auch in Ihrer Nähe einen Vortrag o. ä. halten werde.

12. 11. um 20.00 Uhr Gebetsstunde der Landeskirchlichen Gemeinschaft, 21376 Gödenstorf
13. 11. um 20.00 Uhr Gemeindeabend, Evangelischen Kirchengemeinde, 29562 Suhlendorf
15. 11. um 14.00 Uhr Frauenhilfe, Evangelische Kirchengemeinde, 04938 Uebigau
19. 11. 16.00 – 19.00 Uhr Gemeindehaus der Friedenskirche, 41061 Mönchengladbach
Um 20.00 Uhr Martin-Luther-Kirchengemeinde Rheindahlen (41147 MG)
20. 11. von 10.00 ca. 16.00 Uhr in Unna (verschiedenen Veranstaltungen)
Um 18.00 Uhr Evangelische Kirchengemeinde Nievenheim, 41542 Dormagen
21. 11. um 14.30 Uhr Frauenhilfe Rheindahlen
Um 19.30 Uhr Buß- und Bettagsgottesdienst, Mönchengladbach – Hardt

Dazwischen habe ich noch viele Gespräche mit verschiedenen Partnern und Freunden des Kirchenbezirkes Hermannstadt und unseres Projektes „Winterhilfe“.
Seien Sie herzlich willkommen, ich würde mich freuen, viele unserer Spender auch persönlich kennen zulernen und gerne auch Ihre ganz persönlichen Fragen zu beantworten.

In der Hoffnung, dass Sie uns auch weiterhin unterstützen und in der getrosten Zuversicht, dass unser Vater im Himmel Sie für ihr Mittragen dieses Projektes reichlich segnen wird, verbleibe ich mit den besten Wünschen und grüße Sie herzlich von allen Helferinnen und Mitarbeiter des Kirchenbezirkes, ganz besonders auch von den Empfängern der Winterhilfe!

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Petra Stöckmann – Kothen

Bittschreiben November 2000

Hermannstadt im November 2000
Sehr geehrte Spenderinnen und Spender,

wir, die Mitarbeiter im diakonischen Dienst des Kirchenbezirkes Hermannstadt, möchten uns im Namen der uns anvertrauten alten Menschen bei Ihnen bedanken.

Durch etliche Spenden war es uns im Winter 99 / 00 zum ersten Mal möglich, alten Menschen, die sich in besonders schwerer materieller Not befanden, finanziell zu helfen.
Durch Ihre Spende können wir auch in diesem Jahr weiterhin diesen Menschen im Winter eine Unterstützung zukommen lassen.

Winter in Rumänien bedeutet nicht nur das sinken der Temperaturen, sowie Regen und Schnee, er bedeutet auch für viele Rentner in den Blockwohnungen unbezahlbare, pauschale Betriebskosten, welche die Renten, von zum Teil nur 500 000 Lei (ca. 50, – DM) weit übersteigen. Hinzu kommen noch die ständig steigenden Preise für die elementarsten Dinge, wie Brot, Medikamente oder Telefon.

Nach der großen Dürre im vergangenen Sommer sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr um ein Vielfaches gestiegen, auch die Kosten für Gas / Fernwärme, Strom, Telefon und Wasser stiegen weiter an. Im Gegensatz dazu wurden die Renten so gut wie gar nicht angehoben.

Wir vom diakonischen Dienst des Kirchenbezirkes versuchen mit Medikamenten und einigen Lebensmitteln, sowie mit regelmäßigern Hausbesuchen und Hauswirtschaftshilfen, die Not zu lindern.
Ohne die Spenden aber, wäre all dies im letzten Winter für die 15 ärmsten unserer Gemeindeglieder nur kosmetische Hilfe geblieben, da man mit einem Kilo Zucker und einem Liter Öl keine Heizung bezahlen kann.

Für diesen kommenden Winter stehen etwa doppelt so viele Gemeindeglieder auf unserer Liste, die wir, dank Ihrer Spende, auch unterstützen können.
Für diese Menschen würde es sonst bedeuten, vom Wärmenetz abgeschnitten zu werden und in der kalten Wohnung zu versuchen, den Winter zu überleben.

Wir werden die Spenden wieder, wie im vergangenen Winter, in kleinen „Portionen“ an diese Menschen, voraussichtlich bis einschließlich Ende März 2001, weiterleiten und die Aktion Winterhilfe 00 / 01, sofern die Mittel reichen, mit einer Ostergabe beenden.

 

Noch ist es herbstlich, aber es dauert nicht mehr lange, bis die Kälte wieder von den Bergen zu uns herunter kommt.
Wir haben aber schon frühzeitig begonnen für die Winterhilfe 00 / 01 Geld in einer „Sparbüchse mit dicken Schal“ zu sammeln, und freuen uns, dass auch Sie für diesen kommenden Winter zu den Spendern gehören.

Möge unser Vater im Himmel Ihnen Ihre Gabe reichlich vergelten, Sie segnen und Sie auf allen Ihren Wegen schützen.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie, verbleiben wir
auch im Namen aller Empfänger der Winterhilfe
Ihre

Dechant Pfarrer Dietrich Galter, Bezirk Hermannstadt
Diakon Jörg Georgi, Diakoniereferent im Bezirk Hermannstadt
Diakonin Petra Stöckmann – Kothen, Diakoniebeauftragte der Landeskirche

Dankschreiben Mai 2007

Hermannstadt im Mai 2007

 

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

jetzt haben wir wieder eine Saison Winterhilfe abgeschlossen und sind unserem Vater im Himmel sehr dankbar, dass wir auch im vergangenen Winter vielen Rentnerinnen und Rentnern im Kirchenbezirk Hermannstadt mit Ihrer Hilfe den Winter erleichtern konnten.
Gott hat uns einen milden Winter geschenkt, so dass die Heizkosten, trotz weiterer Preiserhöhungen, erträglich blieben und mit Ihnen treue Unterstützer, die uns die nötigen Mittel zu Verfügung stellten.
Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir das Projekt Winterhilfe nun schon seit so vielen Jahren durchführen können und dürfen Ihnen versichern, dass jeder Euro, den Sie für dieses Projekt spenden, den Rentnerinnen und Rentnern hier zugute kommt. Jede Spende hilft uns und ist uns wichtig – ob es eine scheinbar kleine Summe ist oder eine große!

Alle Empfänger und die Helferinnen, die die Unterstützungen verteilen, lassen Sie schön grüßen und danken von Herzen für diese Hilfe! Aus dem einen Dorf erhielt ich einen Dankesgruß mit einem Bibelvers, mit denen die Frauen Sie alle grüßen:
„Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jesaja 40, 29ff)
Für die Rentnerinnen und Rentner ist es ein Gottesgeschenk, darum danken sie Gott dafür, dass er Sie bereit gemacht hat, dieses Projekt zu unterstützen.

Um welche Zahlen ging es in diesem Winter:
110 Personen bekamen in den vergangenen Monaten – von November 2006 bis Mai 2007 – eine monatliche Unterstützung von 100 Lei, das entspricht jetzt etwa 30 €. Der Eurokurs verliert leider immer noch an Wert, so dass wir immer mehr Euro einsetzen müssen, um eine kleine Hilfe geben zu können.
Dazu konnten wir mehreren Personen, bei der Beschaffung von Medikamenten helfen, die leider auch immer teurer werden, so dass vielen Rentnern auch dafür die Rente nicht reicht. Diese Unterstützung werden wir auch in den Sommermonaten fortführen. Dafür benötigen wir etwa 300 Lei an regelmäßiger Unterstützung, es kommen aber auch noch außerordentliche Zahlungen dazu, denn unsere Empfänger sind ja zumeist älter als 70 Jahre.
Leider gab es in diesem Jahr große Probleme bei der Beschaffung der Grippeschutzimpfung, die wir ja vor allem den Helferinnen anbieten wollten. Wir konnten erst im Dezember mit der Impfung beginnen. Zum Glück war das Wetter mild, so dass es vorher keine Erkrankungen gab.
Neben den Helferinnen wurden Schutzimpfungen auch etliche Rentnerinnen und Rentner angeboten, die es nicht von ihren Hausärzten bekommen haben. Eigentlich ist es vorgesehen, dass Rentner die Grippenschutzimpfungen gratis von den zuständigen Hausärzten bekommen, aber das klappt in den Dörfern nicht unbedingt. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir aber auch hier weiterhelfen!

Es sieht leider nicht danach aus, als würde sich innerhalb dieses Sommers die Situation der Rentnerinnen und Rentner hier verändern. Wir rechnen also damit, dass wir auch im kommenden November wieder mit der monatlichen Unterstützung beginnen werden. Wir können wohl auch damit rechnen, dass die Zahl der Bedürftigen eher noch ansteigt. Vielleicht werden wir auch die Höhe der monatlichen Unterstützung erhöhen, damit wir den gestiegenen Kosten besser entgegenwirken können. Zwar gibt es inzwischen Stimmen, die davon reden, dass der Eurokurs wieder steigen wird, aber das glaube ich erst, wenn es soweit ist. Nüchtern betrachtet werden wir im nächsten Winter mit mindestens 4.000 € monatlich zu rechnen haben.
Wir haben aber von Ihnen ein kleines Polster erhalten und können darum ganz getrost durch den Sommer gehen und darauf vertrauen, dass Sie uns auch für den kommenden Winter treu bleiben werden!

In Absprache mit unseren Partnern der Siebenbürgenhilfe im Diakonischen Werk Mönchengladbach plane ich in diesem Herbst, wohl im November, wieder eine Fahrt nach Deutschland, um von unserem Projekt „Winterhilfe“ zu berichten. Sollten Sie und Ihre Gemeinden / Vereine Interesse daran haben, melden Sie sich bitte bei mir, am schnellsten ginge es über: petra.stoeckmann@kothen.com, damit wir einen Termin abmachen können.
Die Kosten für diese Fahrt werden selbstverständlich nicht aus den Mitteln des Projektes getragen, sondern ich werde mir dafür Sponsoren suchen!
In meinem nächsten Brief werde ich Ihnen dann die Reiseroute und Termine mitteilen, vielleicht sehen wir uns dann auch persönlich im Herbst.

Im Vertrauen darauf, dass unser Vater im Himmel Ihnen Ihre Spenden reichlich vergelten wird, verbleibe ich mit den besten Wünsche für Sie und der Hoffung, dass Sie uns treu bleiben – auch im Namen der Empfänger, Mitarbeiter des Diakonieausschusses und des Kirchenbezirkes Hermannstadt!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Beschreibung März 2009

Hermannstadt, im März 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Hilfsprojekt „Winterhilfe“ im Kirchenbezirk Hermannstadt (Sibiu, Rumänien) wurde im Herbst 1999 mit dem Ziel ins Leben gerufen, Rentnerinnen und Rentner in den Evangelischen Kirchengemeinden, die sich mit ihrer Rente die Wohnnebenkosten im Winter nicht leisten können, eine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.
Während die Kosten für Gas und Strom in den vergangenen Jahren jeweils um 70 bis 100 % angehoben wurden, wurden die Renten nur jeweils zum Quartal um 3 – 5 % erhöht.
Mit der Erhöhung der Energiekosten ist immer auch eine Preissteigerung bei Lebensmitteln einhergegangen.
Dass die Preise so stark angehoben wurden, lag vor allem an dem Wunsch, bis 2007 in die EU aufgenommen zu werden und so passt man auch die Preise den EU Vorgaben an. Inzwischen sind wir in der EU, ausländische Unternehmen sind in die Energiekonzerne eingestiegen und so gibt es scheinbar keinen Grund, die Preise nicht auf den Weltmarkt auszurichten, obwohl ein Großteil der Energieträger (Gas, Strom) im Land selber vorhanden sind, bzw. produziert werden.

Wir stehen mit diesem Projekt jetzt im zehnten Jahr, leider ist es immer noch sehr nötig und wichtig. Aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren gibt es zwei wesentliche Verbesserungen für unser Projekt. Im Herbst 2008 waren Wahlen, da mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten Rentner sind, wurde auch ihnen ein Geschenk gemacht, die Renten wurden wirklich spürbar angehoben. So können einige unserer früheren Empfänger nun ohne unsere Unterstützung auszukommen. In diesem Winter starteten wir mit 109 Personen diesen neuen Abschnitt des Projektes für 2008 / 2009. Zum ersten Mal waren weniger Personen auf der Liste als im Vorjahr.
Die zweite Verbesserung besteht darin, dass der Kurs des Euros im Vergleich zur Landeswährung zugelegt hat, wir also von den Spenden mehr Unterstützung herausbekommen als im Vorjahr: Januar 2008: ca. 3,5 Lei / Euro, Januar 2009: ca. 4,2 Lei / Euro. Dafür sind wir sehr dankbar.
Aber nichtsdestotrotz benötigen die 109 Personen unsere Unterstützung, weil immer noch die Rechnungen höher ausfallen, als die Rente ist.
Ein Sozialnetz, wie man es in westeuropäischen Ländern kennt, gibt es in Rumänien nicht.
So versuchen wir mit der Winterhilfe die Not der Rentner ein wenig zu lindern, in dem wir im Winter monatlich eine feste Summe an diese Renterinnen und Rentner auszahlen. In diesem Winter in Höhe von 100 Lei pro Person und Monat, das sind ca. 24,- Euro

Die Verteilung der Spendenmittel wird innerhalb der Ortsgemeinden organisiert. Seit vielen Jahren gibt es im Kirchenbezirk eine Gruppe Frauen, die in den Dörfern und Städten alte und schwache Menschen betreuen. Diese Helferinnen kennen die Situationen ihrer zu betreuenden Menschen gut und können darum gut abschätzen, wer im Winter mit der eigenen Rente auskommt und wem wir helfen müssen. Regelmäßige, monatliche, Treffen ermöglichen schnelle Hilfe. Gemeinsam planen wir in jedem Spätsommer, wie hoch die Hilfe sein sollte und wie vielen Menschen diese Hilfe gewährt werden muss.

Neben der regelmäßigen Unterstützung in den Wintermonaten, helfen wir den Renterinnen und Rentner auch bei der Beschaffung von Medikamenten, dieses während des ganzen Jahres. Dafür brauchten wir im letzten Jahr pro Monat ca. 100 Euro, einige bekommen hier auch regelmäßig diese Unterstützung, weil sie täglich teure Medikamente benötigen.

Vielen herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Projekt! Unser Vater im Himmel segne Sie reichlich dafür!
Gerne senden wir Ihnen auch unsere regelmäßigen Rundbriefe über das Projekt, dazu benötigen wir nur Ihre Adresse.

Mit freundlichen Grüßen
verbleibe ich
Ihre
Petra Stöckmann – Kothen
Diakonin MBK

 

 

Spenden über: Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen, Stiftung Lebenswerte
Bank: Volksbank Maingau e. G. Konto – Nr. 97390 BLZ: 505 613 15 Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Oder: Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V. Siebenbürgenhilfe, Bank: Stadtsparkasse Mönchengladbach
Konto – Nr. 213 934 BLZ: 310 500 00 Stichwort: Winterhilfe, Hermannstadt

Projektbeschreibung 2007

Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern

Projektträger: Evangelisches Bezirkskonsistorium A. B. in Hermannstadt
RO – 550182 Sibiu / Hermannstadt, Piata Huet Nr. 4
Tel. / Fax: 0040 – 269 – 210533

Koordination: Diakonin Petra Stöckmann – Kothen,
Initiatorin des Projektes

1. Ziel des Projektes

Alten und kranken Menschen, deren Renten nicht ausreichen, im Winter mit Hilfe von Geldspenden ermöglichen, ihre Wohnnebenkosten, wie Gas oder Holz, Strom und Wasser zu bezahlen. Ebenso eine finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten und eine Grippeschutzimpfung im Herbst.

2. Situationsbeschreibung

Eine Angleichung der Renten an die tatsächlichen Kosten erfolgte in den vergangenen Jahren in Rumänien nicht. Während die Kosten für Gas und Strom pro Jahr jeweils um 70 bis 100 % angehoben wurden, wurden die Renten nur jeweils zum Quartal um 3 – 5 % erhöht. Mit der Erhöhung der Energiekosten ist immer auch eine Preissteigerung bei Lebensmitteln einhergegangen.
Ein Sozialnetz, wie man es in westeuropäischen Ländern kennt, gibt es in Rumänien nicht.

Die Winterhilfe versucht die Not der Rentner ein wenig zu lindern, in dem wir im Winter monatlich eine feste Summe an diese Menschengruppe auszahlen.

3. Verteilungssystem

Seit vielen Jahren gibt es im Kirchenbezirk eine Gruppe Frauen, die in den Dörfern und Städten alte und schwache Menschen betreuen. Diese Helferinnen kennen die Situationen ihrer zu betreuenden Menschen gut und können darum gut abschätzen, wer im Winter mit der eigenen Rente auskommt und wem wir helfen müssen. Regelmäßige Treffen ermöglichen schnelle Hilfe.
Gemeinsam planen wir in jedem Spätsommer, wie hoch die Hilfe sein sollte und wie vielen Menschen diese Hilfe gegeben werden sollte.
Neben den evangelischen Gemeindegliedern, die uns natürlich in erster Linie am Herzen liegen, werden auch die Nachbarn immer mit bedacht.

4. Winterhilfe seit 1999

Nachdem in den ersten Jahren etwa 10 bis 20 Personen auf unserer Liste standen, stieg die Zahl in den vergangenen Jahren stetig an.
Die Höhe der monatlichen Hilfe betrug in den ersten Jahren ungefähr 10, — DM.

In vergangenen Wintern standen auf unserer Liste zwischen 65 und 73 Personen, dann wurden es sogar 95 Personen. Monat für Monat machten die Helferinnen weitere Personen ausfindig, die finanziell nicht zu recht kamen. Im vergangenen Winter waren es dann ab Februar 110 Personen. Wir haben in den beiden vergangenen Wintern eine monatliche Hilfe von 100 Lei ausgezahlt, was ca. 28,– € aus machte.
Mindestens 80% der Empfänger sind Frauen. Frauen haben fast immer eine geringere Rente, aber eine höhere Lebenserwartung. So erhalten viele der Frauen, viele von ihnen an die 90 Jahre alt, eine Rente von ca. 60 Lei.

5. Aussichten für diesen Winter

Im Zuge des Wunsches, bis 2007 in die EU aufgenommen zu werden, hatte man hier im Land begonnen, viele Preise an die EU anzupassen. So wurde innerhalb des vergangenen Jahres der Preis für Energie noch einmal gründlich angehoben, für Oktober wurde eine weitere Erhöhung beim Erdgas und in den vergangenen Tagen beim Benzin angekündigt. Wir können also davon ausgehen, dass wir in diesem Winter wieder weitere Rentnerinnen und Rentner auf unsere Liste aufnehmen werden. Im November stehen 110 Personen auf unserer Liste, wir haben wieder eine Unterstützung von 100 Lei / Person / Monat geplant, was ca. 30,- € entspricht.

6. Möglichkeit der Unterstützung

Dankenswerterweise wurde uns von der Evangelischen Kirchengemeinde in Obertshausen – Hausen ein Konto zur Verfügung gestellt, auf dem wir Ihre Spenden sammeln können. Und wenn Sie mithelfen möchten, dass wir dieses Projekt auch in Zukunft fortführen können, dann spenden Sie auf folgendem Konto:
Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen,
Bank: Volksbank Maingau e. G.
Konto – Nr. 14230 BLZ: 505 613 15
Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Sie bekommen eine Spendenquittung. Adresse bitte deutlich angeben!

Dankschreiben 2003

Liebe Spenderinnen, lieber Spender,
ganz herzlich danken wir im Namen der Empfänger unserer Winterhilfe für Ihre finanzielle Unterstützung! Es ist uns sehr bewusst, dass die wirtschaftliche Lage in ganz Europa schlechter geworden ist. Aber Sie haben uns trotzdem eine Spende zukommen lassen und dafür wünschen wir Ihnen ein herzliches „Vergelt’s Gott!“
Die Winterhilfe lief im vergangenen Winter zum vierten Mal. Der Kreis der betroffenen Rentner wurde von Jahr zu Jahr größer. In diesem Jahr waren zwischen 63 und 72 Personen auf unserer Liste, Monat für Monat entdeckten unsere Helferinnen bei ihren Besuchen Rentner, die finanziell nicht über die Runden kamen.
Monatlich zahlten wir in diesem Winter 500.000 Lei an die Rentner aus, das waren im Oktober umgerechnet ca. 15 €, heute etwa 13 €. Wir brauchten also monatlich etwa 1000 €, um diese Summe auszuzahlen.
Viele Rentner bekommen monatlich unter 1.000.000 Lei, haben aber in den Städten im Winter Wohnnebenkosten von 3.000.000 bis 5.000.000 Lei zu zahlen.
Zum Teil entsprach unsere Gabe die Höhe der Rente, im Blick auf die Kosten aber war es dann doch manchmal mehr nur ein Zeichen. Trotzdem waren alle Empfänger sehr dankbar, dass wir auch im vergangenen Winter diese Summe auszahlen konnten.
Zunächst konnten wir nur bis einschließlich März die Winterhilfe auszahlen, dann waren unsere Spenden erschöpft. Besonders in den Städten mussten viele der Rentnerinnen und Rentner Schulden machen, die sie jetzt noch mühsam abstottern. Manche schränken ihre anderen Ausgaben drastisch ein und leben von Brot und Margarine oder Marmelade.
Aber dank zweier größerer Spenden im Mai können wir für alle, die noch an diesen Schulden zurückzahlen, eine Gabe in Höhe von umgerechnet 16 € (600.000 Lei) auszahlen. Für 34 Personen erbaten unsere Helferinnen diese Gabe, die wir beim monatlichen Treffen im Juni auszahlen werden.
Sie sehen an dieser kleinen Beschreibung, wie wichtig die Winterhilfe für viele Rentnerinnen und Rentner ist. Dürfen wir sie auch für das nächste Jahr an Ihr Herz legen? Wir bitten Sie herzlich, uns auch im nächsten Winter weiter zu unterstützen, damit wir auch im kommenden Winter vielen Rentnerinnen und Rentnern ein Hoffnungszeichen übermitteln können, in dem wir ihnen wieder monatlich eine Gabe übermitteln können. Gott segne Sie dafür!

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie,
verbleiben wir Ihre
Dechant Pfr. Dietrich Galter
Carmen Rucareanu, Diakoniereferentin
Petra Stöckmann – Kothen, Diakonin

Dankschreiben Juni 2000

Sehr geehrte Spenderinnen und Spender,

wir, die Mitarbeiter im diakonischen Dienst des Kirchenbezirkes Hermannstadt, möchten uns im Namen der uns anvertrauten alten Menschen bei Ihnen bedanken.

Durch Ihre Spende war es uns im Winter 99 / 00 zum ersten Mal möglich, alten Menschen, die sich in besonders schwerer materieller Not befanden, finanziell zu helfen.

Winter in Rumänien bedeutet nicht nur das sinken der Temperaturen, sowie Regen und Schnee, er bedeutet auch für viele Rentner in den Blockwohnungen unbezahlbare, pauschale Betriebskosten, welche die Renten, von zum Teil nur 500 000 Lei (ca. 50, – DM) weit übersteigen. Hinzu kommen noch die ständig steigenden Preise für die elementarsten Dinge, wie Brot, Medikamente oder Telefon.

Wir vom diakonischen Dienst des Kirchenbezirkes versuchen mit Medikamenten und einigen Lebensmitteln, sowie mit regelmäßigern Hausbesuchen und Hauswirtschaftshilfen, die Not zu lindern.
Ohne Ihre Spende aber, wäre all dies im letzten Winter für die 15 ärmsten unserer Gemeindeglieder nur kosmetische Hilfe geblieben, da man mit einem Kilo Zucker und einem Liter Öl keine Heizung bezahlen kann.
Für diese Menschen hätte es bedeutet, vom Wärmenetz abgeschnitten zu werden und in der kalten Wohnung zu versuchen, den Winter zu überleben.

Wir haben Ihrer Spenden in kleinen „Portionen“ an diese Menschen, bis einschließlich Ende März 2000, weitergeleitet und die Aktion Winterhilfe 99 / 00 mit einer Ostergabe beendet.

Noch sind es 4 Monate, bis die Kälte wieder von den Bergen zu uns herunter kommt. Wir haben schon jetzt begonnen für die Winterhilfe 00 / 01 Geld in einer „Sparbüchse mit dicken Schal“ zu sammeln und würden uns freuen, wenn auch Sie in diesem kommenden Winter wieder zu den Spendern gehören würden.

Mit freundlichen Grüßen
Dechant Pfarrer Dietrich Galter
Diakon Jörg Georgi, Diakoniereferent
Diakonin Petra Stöckmann, Diakoniebeauftragte der Landeskirche

Dankschreiben Juni 2006

Hermannstadt im Juni 2006

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

wir haben inzwischen unsere Wintersaison 2005 / 2006 abgeschlossen und so möchte ich Euch Anteil geben an dem, was wir mit Eurer Hilfe auch im vergangenen Winter für viele Rentnerinnen und Rentner tun konnten.

Leider kann ich Euch noch immer nicht von einer Verbesserung der Lebensbedingungen für die Rentnerinnen und Rentner berichten. Ganz im Gegenteil, die Energiepreise sind wieder angehoben worden, so dass unsere kleine Gabe, die wir monatlich auszahlen, für viele wieder eine große Hilfe war. Da auch dieser Winter wieder lange anhielt, gaben wir auch im Mai noch eine Gabe. Damit konnten wir hoffentlich erreichen, dass die Empfänger ohne Schulden bei den Energiekonzernen in den Sommer kommen.
Im Oktober starteten wir mit 91 Personen, die von den Helferinnen für die Winterhilfe angegeben wurden. Schon im Januar stieg diese Zahl auf 103 Personen an.
Wie geplant, zahlten wir pro Monat und Person 1.000.000 Lei aus, das entsprach im Oktober
28,- €, im Mai brauchten wir dann leider schon 29,- € um diese Summe zu erreichen.
Das ist ein weiteres Problem, mit dem wir nun ja auch schon seit der vorherigen Saison zu tun haben, Valuta, Euro wie Dollar oder Schweizer Franken, verlieren nach wie vor an Wert. Es sind politische Gründe – wie auch der Anstieg der Energiekosten, macht aber gerade Projekte, wie unsere Winterhilfe, immer teurer und immer wichtiger.

Ihr könnt unschwer erkennen, wie wichtig die Winterhilfe im vergangenen Winter war und sicher auch im nächsten Winter sein wird. Wir sind unendlich dankbar, dass wir mit Eurer Hilfe dieses Projekt weiterführen konnten und auch können. Vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung, vielen herzlichen Dank für Eure Spenden an dieses Projekt!

Wir sind uns dessen bewusst, dass auch Ihr es immer schwerer habt, weil die Energiekosten auch bei Euch sehr gestiegen sind. Dass Ihr uns trotzdem nicht vergesst, ist für uns ein Gottes Geschenk und wir erbitten für Euch darum Gottes reichen Segen, er möge es Euch reichlich vergelten was Ihr an und für uns getan habt.

Immer wieder lassen die Empfänger ausrichten, wie dankbar sie für die Hilfe sind, immer wieder wünschen sie für Euch Gutes, Gesundheit und Gottes Segen.
Einige haben es wieder für Euch aufgeschrieben, ich möchte die ausführlichen Briefe hier wiedergeben, damit Ihr lesen könnt, welche Freude und Dankbarkeit mit den besten Wünschen und Grüßen mir für Euch ausgerichtet wurden:

Sehr geehrte, liebe Spender,
im Namen Jesu begrüßen wir Euch alle recht herzlich und bedanken uns alle für die Winterhilfe, die Sie uns geschickt haben. Alle haben wir uns sehr gefreut, der liebe Gott gebe Euch allen die Gesundheit, Kraft und Gottes reichen Segen auf allen euren Lebenswegen und alles erdenklich Gute. Schuster, Katharina

An die lieben Spender!
Mein Name ist Dagmar Dietrich aus Burgberg und ich betreue alte Leute aus verschiedenen Ortschaften und diese Arbeit mache ich jetzt schon seit mehr als einem Jahr. Immer wieder, wenn ich sei besuche, freuen sie sich sehr und ich gehe gestärkt von dannen. Darum möchten wir nicht vergessen und uns liebevoll bei Ihnen bedanken für die Gaben. Der Herr hat verheißen, niemanden zu verlassen und dass durften auch meine alten Leute erfahren, die immer sehr dankbar sind für das Geld, dass ihnen allen gut tut. Der Herr im Himmel möge es Euch allen vergelten und reichlich zurückgeben. Danke nochmals für alle Eure „Liebe“ und wünschen Ihnen des Herrn reichen Segen! Dagmar Dietrich

Liebe Geber – Freunde,
da wir sehr alte und kranke Menschen besuchen und ihnen ihre Not linder und helfen mit sehr wenigem fertig zu werden, so sind auch wir dankbar, das durch ihre Hilfe etwas gelindert wird. Wir Helferinnen sind auch ältere Frauen, die auch ihre Wehwehchen haben. Wir möchten dass neben dem Alter und Krankheit ein wenig Liebe da ist. Es tut einem Weh wenn nichts da ist. Mit Geduld und Hoffung auf Besserung oder dem nahen Tod entgegen gehend müssen wir rechnen. Die ich versorge (mit Winterhilfe) sind 2 Frauen. Eine ist 88 Jahre alt, hat Parkinson und Alzheimer. Ist verworren und will immer heim, obwohl sie daheim ist.
Die 2. ist 83 Jahre al, sieht fast nichts, auch hört sie nur wenig. So schreibe ich in ihrem Namen. Sie danken von Herzen für die Winterhilfe, sonst hätten sie es sehr viel schwerer gehabt.
In wahrer Dankbarkeit wünschen wir Ihnen allen die beste Gesundheit und ein „vergelts Gott“ mit Gruß Lautner, Katharina

Sehr geehrte Frau Pfarrer,
ich bedanke mich recht schön für die Geldhilfe die ich sei einer Zeit, also 6 Monate, seit einigen Jahren bekomme womit ich mich sehr gut behelfen kann, denn ich habe eine kleine Rente und dies Geld ist eine gute Hilfe für mich. Ich bedanke mich recht schön bei allen, die da mitwirken bei dieser Hilfe.
Herzliche Grüße von Frau Roppelt, Sara!

Ich habe diese Briefe so abgeschrieben, wie man sie mir übergeben hat. Dazu bekam ich dann noch viele Karten mit kleinen Grüßen, auf denen Euch kurz, aber herzlich gedankt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

 

Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Dankschreiben Mai 2004

AKTION WINTERHILFE 2003 / 2004

Hermannstadt, im Mai 2004
Liebe Spenderinnen und Spender,
ganz herzlich danken wir für Ihre Unterstützung unseres Projektes „Winterhilfe“. Dank Ihrer Spenden konnten wir nun schon im fünften Winter an viele Rentnerinnen und Rentner eine finanzielle Hilfe im Winter auszahlen.
Möge unser Vater im Himmel, der Sie bereit gemacht hat, uns für dieses Projekt Geld – sehr viel Geld – zur Verfügung zu stellen, Sie dafür reichlich segnen und es Ihnen reichlich vergelten!
Leider hat sich an der finanziellen Situation der Rentenempfänger in diesem Lande nichts verändert. Nach wie vor steigen die Energiekosten – und damit auch die Lebensmittel – um ein vielfaches, während die Renten nur minimal angeglichen werden. Um so wichtiger wird unsere Winterhilfe wohl auch in Zukunft sein. Schon wieder wurde eine Erhöhung des Gaspreises angekündigt und auch der Strompreis wird regelmäßig angehoben.
Aber mit Ihrer Hilfe konnten wir im vergangenen Winter bis zu 72 Personen eine Gabe in Höhe von monatlich umgerechnet ca. 18 € auszahlen. Außerdem reichten die Spenden auch für eine größere Unterstützung zum Abschluss der Aktion im April für eine von uns so genannte „Ostergabe“ in Höhe von umgerechnet 27, 50 € pro Person.
Wie auch in den vergangenen Jahren begannen wir mit einer kleineren Gruppe, im Oktober waren 67 Personen auf der Liste, aber nach und nach kamen weitere Bedürftige dazu, bis wir im Dezember 70 und ab Januar 72 Personen versorgten.
Wieder boten wir auch eine Grippeschutzimpfung an und halfen bei der Finanzierung einiger Medikamente.
Hier tut sich leider ein weiteres Problem für die Rentnerinnen und Rentner auf. Medikamente werden immer teurer, von der Kranken- und Rentenkasse wird immer weniger, manchmal gar nichts übernommen, so dass immer mehr unserer Empfänger der Winterhilfe um zusätzliche Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten gebeten haben. Wir werden also in diesem Jahr auch über den Sommer weitere Unterstützungen auszahlen, je nachdem, wie unsere Empfänger sich ihre Medikamente leisten können oder auch nicht.
In der Hoffnung, dass dieses auch in Ihrem Sinne ist, möchten wir nun gerne für die nächste Saison diesen Posten in die Winterhilfe integrieren und in Zukunft den Topf „Winterhilfe“ verstärkt auch für die Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten nutzen, denn unser Motto: „Auch im Alter sollte der Mensch nicht frieren und hungern“ beinhaltet alles, was zu einem würdigen Leben im Alter beiträgt.
Bei dieser Erweiterung des Projektes können wir aber keine festen Daten im Voraus liefern, da es sich bei der Beschaffung von Medikamenten nicht immer um regelmäßige Summen handelt.
Eines dürfen Sie aber auch in diesem Jahr wieder wissen: Unsere Empfänger danken Ihnen von ganzem Herzen für die Unterstützung und lassen Sie alle herzlich grüßen!
Auf der Rückseite finden Sie einen Brief, der wörtlich wiedergegeben ist als eine Stimme dieser dankbaren Rentnerinnen und Rentner, die sich gerne auch schriftlich bei Ihnen bedanken wollten und Auszüge aus einem anderen Brief.
Sobald wir die nächste Saison der Winterhilfe geplant haben, werden wir Ihnen unsere neuen Zahlen mitteilen.

 

Hier nun eine Stimme, die auch für die anderen Empfänger schreibt:

Rothberg, am 16. 04. 2004
Sehr geehrte Hilfsgemeinschaft,
die uns unbekannt und doch sehr nahe am Herzen liegen, die uns im Winter nicht frieren lassen. Jede Arbeit, jedes Geschenk verdient einen dank, damit danken wir Ihnen aufs herzlichste, vergelt’s Gott.
Obwohl wir uns nicht kennen, haben wir vielleicht doch etwas gemeinsames. Die Schriftsprache oder die Konfession, sollten Sie einer anderen Konfession angehören, ist es derselbe liebe Gott, der uns alle beschirmt. Und nun bedanken wir uns alle, die Dörfer Burgberg, Rothberg, Thalheim und Kastenholz.
Nun möchte ich etwas über unsern Alltag aus unseren Dörfern berichten. Im allgemeinen sind wir alle Rentner, außer einer Familie aus Burgberg. Und das ist unser Bürgermeister Linnerth, tüchtig, jung und sehr aktiv, hat sieben Kinder. (Anm.: benötigt aber auch keine Winterhilfe, insgesamt werden in den Dörfern 8 Personen unterstützt)
Unser Alltag mit Arbeit in dem wir unsern Hof – Haus bestellen, so wie unsere Tiere versorgen und nicht zu letzt unsere Alten und Kranken pflegen. (Anm.: Die Schreiberin ist um die 70 Jahre alt und hat eine 93jährige Mutter)
Unser Gemeindeleben besteht aus Zusammenkünften aus allen Dörfern, die nach Burgberg zum Gottesdienst mit Auto gebracht werden. Nach dem Gottesdienst gibt es dann im Kirchengemeindehaus Kaffee und Kuchen und bis zuletzt kommt es noch zu guter Stimmung und man freut sich immer wieder auf den nächsten Sonntag. (Anm. alle 14 Tage ist dort evangelischer Gottesdienst)
Wir versuchen uns zu behaupten mit Sprache, Glaube und Sitten.
Mit herzlichen Grüßen im Namen aller
Eure Susanna Reger

Eine andere junge Witwe, die seit vielen Jahren nach verschiedenen Operationen nicht mehr arbeiten kann und zwei Kinder hat, konnten wir mit der Winterhilfe helfen, ihre Wohnnebenkosten zu decken.
Sie wünsche Ihnen allen, dass unser Vater im Himmel Ihnen diese Spenden reichlich vergelten möge, Sie mit Gesundheit und Wohlergehen in Ihren Häusern segnen und Ihnen das, was Sie gespendet haben, nie fehlen lassen möge.

Dieser Brief erreicht uns am 23. 04. aus Heltau auf rumänisch und wir haben für Sie das wichtigste daraus übersetzt.

Damit verbleiben wir – bis zum Herbst – mit den besten Wünschen für Sie und
mit freundlichen Grüßen, kommen Sie gut über den Sommer,
Ihre

Dechant Pfr. Dietrich Galter
Carmen Rucareanu, Diakoniereferentin
Petra Stöckmann – Kothen, Diakonin

Dankesschreiben Juli 2008

Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern
www.winterhilfe.das-gute-haus.de

Projektträger: Evangelisches Bezirkskonsistorium A. B. Hermannstadt
RO – 550182 Sibiu / Hermannstadt, Piata Huet Nr. 4
Tel. / Fax: 0040 – 269 – 210533
Koordination: Pfarrer R. Boltres, Diakonieausschuss
Diakonin Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

Hermannstadt im Juni 2008

Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,

wieder durften wir mit Ihrer Hilfe eine Saison Winterhilfe abschließen und vielen Rentnerinnen und Rentnern eine Unterstützung für die Wohnnebenkosten geben.
Wieder darf ich Ihnen von der großen Dankbarkeit berichten, von der Freude und Erleichterung, die Sie diesen Menschen gemacht haben und Ihnen die besten Grüße und Wünsche für Sie weiterleiten. Es war schön, viele von Ihnen im vergangenen November, bzw. im Januar, persönlich kennen zulernen, als ich Ihre Gemeinde besucht habe.

Leider hat sich an den Lebensbedingungen für die Rentner hier auch anderthalb Jahre nach dem Beitritt Rumäniens in die EU nichts verbessert – im Gegenteil, jetzt gibt es noch leichtere Begründungen für die Erhöhung der Preise, in dem man sie dem EU – Standart anpasst. Zum 1. Februar wurde der Gaspreis wieder erhöht, die zweite Erhöhung sollte im April folgen, wurde aber zum Glück auf den 1. Juni verschoben, so dass es „erst“ in der nächsten Saison zu Buche schlägt. Ebenso war es beim Strom und bei sämtlichen anderen Gütern. Die Teurerungsrate des ersten Quartals lag bei 8,63 % und damit beim höchsten Wert seit über zwei Jahren. Wie es aussieht, mit der Tendenz: steigend. Unser Projekt Winterhilfe bleibt also auch im nächsten Winter nötig und für die Rentnerinnen und Rentner eine wichtige Unterstützung, um über die Runden zu kommen.

Wir begannen diese Saison im November mit 110 Personen, bis Februar war die Liste dann auf 113 Personen angewachsen. Wie auch in den vergangenen Jahren zahlten wir pro Person und Monat 100 Lei aus, das entsprach in diesem Winter ca. 30 Euro.
Wie auch in den vergangenen Jahren boten wir den Helferinnen eine Grippeschutzimpfung. Dabei gab es aber in diesem Jahr eine deutliche Verbesserung: Für alle ab 65 Jahren wurde sie kostenlos abgegeben. So brauchten wir in diesem Jahr für die Winterhilfeempfänger keine Impfung zu finanzieren.
Unterstützung beim Kauf von sonstigen Medikamenten war aber nach wie vor sehr nötig. Hier beliefen sich die Ausgaben im Durchschnitt zwischen 70 und 100 Euro pro Monat. Diese Unterstützung werden wir auch über die Sommermonate weiter gewähren, so weit der Bedarf vorhanden ist.

Wieder möchte ich Ihnen auch die Grüße der Empfänger nicht vorenthalten und schreibe aus den Briefen ab:

„Sehr geehrte, liebe Spender, im Namen Jesu begrüßen wir Sie alle recht herzlich und bedanken uns alle recht herzlich für die Winterhilfe die Sie uns geschickt haben. Der liebe Gott gebe Ihnen die Gesundheit und stärke euch im Glauben und belohne es euch mehrere Male. Alles erdenklich Gute wünschen wir allen. Gott mit euch allen.“ (Burgberg)
„An die lieben Spender! Auch wenn wir Sie nicht persönlich kennen, kommen wir Ihnen mit einem dankbaren Herzen entgegen. Ganz lieb begrüßen wir euch ALLE, die Ihr an uns alten Leute gedacht habt und uns große Freude bereitet habt. Unser Herrgott im Himmel möge es Ihnen reichlich belohnen, denn er weiß wie und auf welche Möglichkeit. Der Herr kennt alle Wege und hat verheißen, niemanden zu verlassen, besonders die Witwen und die Waisen. Darum nochmals vielen lieben Dank für eure Hilfe, des Herrn Segen mit euch ALLEN.“ (Thalheim, Rotberg)
„Liebe Spender – Freunde, da wir armen Alten so bedrückt sind, da wir einsam und allein sind, da wir auf fremde Hilfe angewiesen sind, so danken wir Gott für eure Hilfe. Sie ist für uns ein Trost. Wir können nicht genug danken für soviel Lieben. So wünschen wir Ihnen allen Gottes Segen und ein „Vergelt’s Gott.“ (Mergeln, Schönberg)
„Einen ganz lieben Gruß und herzlichen Dank für Ihre Winterhilfe – Unterstützung die uns sehr zu Gute gekommen ist. Wir sind ältere Leute mit kleiner Rente, kranke und gelähmte. Die großen Kosten, besonders der Heizung, überschreiten die Möglichkeit der Begleichung.“ (Heltau)
„Ich will mich bedanken um die Winterhilfe, was Ihr uns schickt. Der liebe Gott soll euch die Gesundheit schenken, weil Ihr an uns denkt. Seid gegrüßt aus Viktoria.“

Diese Zeilen bekam ich über unsere Helferinnen, aber auch mündlich dankten viele Empfänger und immer wieder bestätigen die Helferinnen, wie groß diese Hilfe für die Empfänger ist, wie schwer sie wiegt, im Vertrauen auf unseren Vater im Himmel, der sich ja besonders der Schwachen, Armen und Kranken annimmt. Sie, liebe Freunde und Spender, sind seine Hände, die diesen Menschen viel Not lindern.

Im Gespräch mit unseren Partnern von der Siebenbürgenhilfe in Mönchengladbach haben wir uns entschlossen, Ihnen auch die Kontonummer vom Diakonischen Werk Mönchengladbach zu geben, da viele über diese Partner zu unserem Projekt gefunden haben. So haben Sie nun also die Auswahl und vielleicht eine Erleichterung. Für beide Konten aber gilt: Sollten Sie oder ihre Bekannten keine Spendenbescheinigung bekommen, fragen Sie bitte nach und geben Sie uns die Adresse, dann haben die Banken zuwenig Information weitergegeben.

Im Vertrauen darauf, dass unser Vater im Himmel Ihnen Ihre Spenden reichlich vergelten wird, verbleibe ich mit den besten Wünsche für Sie und der Hoffung, dass Sie uns treu bleiben – auch im Namen der Empfänger, Mitarbeiter des Diakonieausschusses und des Kirchenbezirkes Hermannstadt!

Mit freundlichen Grüßen
Petra Stöckmann – Kothen
Initiatorin des Projektes

 

Spenden über: Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen – Hausen, Bank: Volksbank Maingau e. G.
Konto – Nr. 14230 BLZ: 505 613 15 Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Oder: Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V. Siebenbürgenhilfe, Bank: Stadtsparkasse Mönchengladbach
Konto – Nr. 213 934 BLZ: 310 500 00 Stichwort: Winterhilfe, Hermannstadt